Heute ist der 17. Mai 2026, und in Quirnbach, einem kleinen, charmanten Ort im Landkreis Kusel, geht es drunter und drüber. Die Vorbereitungen für den Markttag, der in diesem Jahr ganz besonders gefeiert wird, sind in vollem Gange. Die 350. Auflage steht an, und anlässlich dieses Jubiläums wird die Veranstaltung sogar um einen Tag vorverlegt. Anstatt am üblichen Donnerstag findet der Markttag nun am Dienstag, den 19. Mai, statt. Ein Grund zur Freude für die Dorfbewohner!
Doch das ist nicht nur irgendein Markttag. Der Grund für die Vorverlegung ist die Ankunft einer Kommission des Europäischen Wettbewerbs „European Village Renewal Award 2026“ – kurz EV!RA. Dieser Wettbewerb hat es sich zur Aufgabe gemacht, herausragende Erneuerungs- und Entwicklungsprozesse in ländlichen Gemeinden zu evaluieren und auszuzeichnen. Unter dem Motto „All Different – All Together“ soll der Fokus auf die Vielfalt der Projekte gelegt werden, die in den teilnehmenden Dörfern umgesetzt werden.
Ein spannender Tag für Quirnbach
Am Dienstag wird die Kommission in Quirnbach ankommen und drei Leitprojekte des Dorfes ins Rampenlicht rücken: „Quirnbach inTakt“, „Quirnbach zuHaus“ und ein Projekt zur Flüchtlingsintegration. Diese Initiativen zeigen, wie die Dorfgemeinschaft zusammenarbeitet, um das Leben in Quirnbach zu verbessern und zu bereichern. Die Jury, die aus internationalen Experten besteht, wird vor allem auf die Resilienz, den innovativen Charakter und die kreative Herangehensweise bei der Umsetzung der Projekte achten.
Aber das ist noch nicht alles! Neben den Marktbeschickern, die ihre Waren anpreisen werden, gibt es auch Info-Stände, an denen die Besucher mehr über die Projekte erfahren können. Für die kleinen Gäste ist ebenfalls gesorgt: Eine Hüpfburg und die Mobile Waldschule des Landesjagdverbands warten darauf, entdeckt zu werden. So wird der Markttag nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder zu einem Erlebnis.
Ein Wettbewerb mit Tradition
Der European Village Renewal Award wird seit 1990 vergeben und hat seitdem rund 440 Dörfer, Gemeinden und interkommunale Allianzen aus 20 europäischen Staaten angezogen. Die Intention des Wettbewerbs ist klar: Wissen und Erfahrungen der ausgezeichneten Projekte sollen geteilt werden, um anderen Dörfern und Gemeinden als Inspiration zu dienen. Die Teilnehmenden haben bis Ende Januar die Möglichkeit, sich zu melden, und die Mehrstufige Evaluierungsphase mit einer Vor-Ort-Begutachtung durch die Juroren endet Anfang Juli. Schließlich findet die Preisverleihung vom 10. bis 12. September in Kostelní Lhota, dem Gewinner des letzten Jahres, statt.
Die Vorfreude in Quirnbach ist spürbar. Die Dorfgemeinschaft schaut gespannt auf die Präsentationen am Dienstag und hofft, dass sie die Jury von ihren Projekten überzeugen können. Es ist ein Moment, der nicht nur die Vergangenheit ehrt, sondern auch die Zukunft des Dorfes prägen könnte. Ein bisschen Nervosität mischt sich mit Stolz auf das, was sie erreicht haben. Und wer weiß, vielleicht wird Quirnbach ja zum strahlenden Beispiel für andere Dörfer in ganz Europa!