Die Textilbranche in Deutschland hat Grund zur Freude! Trigema, das bekannte Unternehmen aus Baden-Württemberg, plant die Eröffnung eines neuen Standorts in Mülheim-Kärlich, im Kreis Mayen-Koblenz. Für den 3. Juli 2026 ist die große Eröffnung eines Testgeschäfts angesetzt. Das ist eine spannende Nachricht für die Region! Es wird nicht nur ein neuer Anlaufpunkt für Modebegeisterte geschaffen, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze. Trigema sucht bereits nach Verstärkung für das Verkaufsteam, sowohl in Teilzeit als auch in Vollzeit. Wer auf der Suche nach einer neuen Herausforderung ist, kann sich schon jetzt bewerben.
Mit etwa 1.200 Mitarbeitern und 44 Testgeschäften, die sich hauptsächlich in Bayern und Baden-Württemberg befinden, ist Trigema ein fester Bestandteil der deutschen Textilindustrie. Das Unternehmen, das 1919 in Burladingen gegründet wurde, verkauft seine Produkte ausschließlich in eigenen Testgeschäften und über den Online-Shop. Ein echter Traditionsbetrieb! Wolfgang Grupp, der langjährige Firmenchef, hat nach einer schwierigen Lebensphase seinen Platz im Unternehmen wieder eingenommen, auch wenn die Führung mittlerweile in den Händen seiner Kinder liegt. Es ist schön zu sehen, wie die Familientradition fortgeführt wird.
Wolfgang Grupps Rückkehr
Erst kürzlich hatte Wolfgang Grupp seinen ersten öffentlichen Auftritt nach einer schweren Zeit. Am 14. September 2025 stand er wieder hinter der Verkaufstheke im Trigema-Testgeschäft in der Josef-Mayer-Straße in Burladingen und zeigte damit, dass er zurück ist. Vor seinem Klinikaufenthalt, der im Juli 2025 stattfand und von einem erschütternden Suizid-Versuch begleitet wurde, war er ein vertrautes Gesicht in den Geschäften. Der letzte öffentliche Auftritt war am 5. Juli 2025 beim Tag der offenen Tür in Burladingen. Seine Rückkehr ist ein Lichtblick für viele, die sich um sein Wohl gesorgt haben.
Nicole Haderer, die Sprecherin von Trigema, hatte Ende August bestätigt, dass Grupp aus dem Krankenhaus entlassen worden war, allerdings ließ sie seinen aktuellen Gesundheitszustand offen. Es bleibt abzuwarten, wie oft wir ihn in Zukunft sehen werden, doch sein Auftritt beim verkaufsoffenen Sonntag in seiner Heimatstadt zeigt, dass er wieder aktiv am Geschehen teilnimmt.
Die Wurzeln der Textilindustrie
Die bayerische Textilindustrie hat eine lange und bewegte Geschichte. Sie begann im 17. Jahrhundert mit der Gründung von Manufakturen, die zur Blütezeit des Textilhandels führten. Augsburg, als Zentrum der Textilproduktion, war einst Heimat von Johann Heinrich Edler von Schüle, der 1770 eine bedeutende Kattunmanufaktur gründete. Diese Manufaktur war mit etwa 10 % der Augsburger Stadtbevölkerung ein wichtiger Arbeitgeber. Doch auch die bayerische Textilindustrie musste in der Vergangenheit viele Herausforderungen meistern, von den Koalitionskriegen bis hin zu den Krisen der Weltkriege.
Die Mechanische Baumwollspinnerei und Weberei Augsburg, die 1837 ins Leben gerufen wurde, war eine der größten Baumwollwebereien im Kaiserreich. Auch wenn die Textilindustrie in Bayern seit den 1970er Jahren mit Strukturkrisen zu kämpfen hat, bleibt sie ein traditionsreicher Industriezweig. Der Fokus hat sich im Laufe der Jahre zunehmend auf technische Textilien verschoben, während die Entwicklung von carbonfaserverstärkten Kunststoffen in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat.
Trigema, mit seiner eindrucksvollen Geschichte und den Plänen für die Zukunft, steht an der Schnittstelle zwischen Tradition und Innovation. Die Eröffnung des neuen Standorts in Mülheim-Kärlich könnte der Beginn eines neuen Kapitels für das Unternehmen sein und gleichzeitig frischen Wind in die Region bringen. Wer weiß, vielleicht wird es schon bald ein weiteres Kapitel in der Geschichte der bayerischen Textilindustrie geben, das wir gespannt verfolgen werden!