Die Zellertalbahn – ein Projekt, das viele Herzen im Donnersbergkreis höher schlagen lässt. Vor knapp einem Jahrzehnt wurde die Bahnstrecke zwischen Monsheim und Alsenbrück-Langmeil stillgelegt, und die Zeit hat nicht gerade gnädig mit den Gleisen umgegangen. Reiner Bauer, der Leiter der Abteilung Bauen und Umwelt bei der Kreisverwaltung, hat deutlich festgestellt, dass die Gleise stark altersbedingt abgenutzt sind. Man könnte sagen, sie haben ihre besten Jahre hinter sich. Der Austausch von Schwellen und das Festziehen loser Schrauben stehen auf der To-Do-Liste, und ganz nebenbei muss auch ein Dachsbau entfernt werden. Ja, auch die Natur hat ihre Pläne – aber wir haben unsere! Die Sanierungsarbeiten ziehen sich nun schon eine ganze Weile hin und könnten uns noch einige Monate beschäftigen.

Ein späterer Start in diesem Jahr oder vielleicht sogar ein Beginn im kommenden Jahr – man weiß es einfach nicht genau. Ein bisschen wie ein ungewisser Wetterbericht. Die zusätzlichen Sanierungsarbeiten kosten übrigens stolze 2,37 Millionen Euro, was die Gesamtkosten des Projekts auf etwa 10 Millionen Euro hochschraubt. Der Kreistag des Donnersbergkreises hat dem zusätzlichen Budget bereits zugestimmt. Landrat Rainer Guth ist sich sicher, dass sich die Investition einmal refinanzieren wird – aber eben erst, wenn die Bahn wieder rollt.

Tourismus und Wirtschaft

Die Pläne sind groß: Die Zellertalbahn soll vor allem Touristen anlocken. An Sonntagen und Feiertagen wird die Bahn Fahrten zu den idyllischen Ausflugszielen im Zellertal anbieten. Und nicht nur das! Der Zementhersteller Dyckerhoff aus Göllheim hat ebenfalls Interesse an der Nutzung der Bahnstrecke bekundet. Das ist nicht nur eine interessante Wendung, sondern auch von hoher wirtschaftlicher Relevanz für die Region. Die Gleisanbindung ist für den Rohstoffabbau und die Zementproduktion wichtig – ein echtes Gewinnspiel für alle Beteiligten.

Ein Memorandum wurde kürzlich als zentraler Ankerpunkt in der Sitzung zur Reaktivierung der Zellertalbahn unterzeichnet. Es bekräftigt das gemeinsame Ziel aller Beteiligten und signalisiert, dass die Unterstützung für das Projekt von der Verwaltung bis zu den Bürgern und der Wirtschaft geschlossen ist. Tatsächlich hat das Land am 25. Februar 2026 mündlich Fördermittel zugesagt – ein Lichtblick in der langen Geschichte der Bahn. Allerdings wird die Inbetriebnahme am 1. Mai 2026 nicht realisierbar sein, was die Vorfreude etwas dämpft. Immerhin: Die Kostenplanung von 2018 veranschlagte die Reaktivierung mit 7.883.040,96 Euro, und bis jetzt wurden bereits 6.143.489,67 Euro verbaut. Ein bisschen wie beim Hausbau, nur dass wir hier mit Schienen und Gleisen jonglieren.

Ein Blick in die Zukunft

Mit einer Erhöhung der Gesamtkosten auf rund 10 Millionen Euro aufgrund von Mehraufwendungen – Brücken, Durchlässe und, ach ja, der Dachsbau – hat man sich auf einige Herausforderungen eingestellt. Die vorgesehenen Landesmittel belaufen sich auf 6.700.584,82 Euro, und die Auszahlung wurde bereits zugesagt. Ein Neubau der Bahnübergänge steht ebenfalls auf dem Plan, allerdings erst nach einem Planfeststellungsverfahren, das voraussichtlich 2027 abgeschlossen sein soll. Aber hey, was ist schon ein bisschen Geduld, wenn am Ende die Bahn wieder fährt?

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Die Perspektive für die spätere Aufnahme des Personenverkehrs bleibt positiv. Heiko Sippel beschreibt die Zellertalbahn als ein Symbol für regionale Zusammenarbeit und nachhaltige Mobilität. Ein schöner Gedanke, nicht wahr? Die Bahn hat das Potenzial, nicht nur Touristen, sondern auch die Einheimischen zu begeistern und eine nachhaltige Verkehrslösung zu bieten.

In einem größeren Kontext betrachtet, kann man die Entwicklung der Zellertalbahn auch als Teil eines längeren Prozesses verstehen. Die Deutsche Bundesbahn und die Deutsche Reichsbahn haben in der Vergangenheit stark unter finanziellen Schwierigkeiten gelitten, und die Notwendigkeit einer Modernisierung ist nicht neu. Es gibt viele Geschichten von Konkurrenz durch den Kraftverkehr, politischen Vernachlässigungen und einem dramatischen Rückgang der Marktanteile im Personen- und Güterverkehr. Doch jetzt, in einer Zeit, in der man mehr auf nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität setzt, könnte die Zellertalbahn ein kleiner, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein.