Heute ist der 10.06.2026 und im Donnersbergkreis wird die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft immer greifbarer. Am 11. Juni beginnt die WM in Mexiko, Kanada und den USA, und das Eröffnungsspiel wird zwischen Mexiko und Südafrika stattfinden. Die gesamte Region ist im WM-Fieber, und die Donnersberger Rundschau hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Eine Mini-Serie mit dem Titel „Meine WM“, die den Lesern die Möglichkeit gibt, ihre Public-Viewing-Erlebnisse oder persönlichen WM-Geschichten mit der Redaktion zu teilen. Das kann ja nur spannend werden!
Besonders die Freundesgruppen, Familien und Dorfgemeinschaften haben Großes vor. In Marnheim zum Beispiel wird ein größeres Event im Sportheim organisiert, wo die Spiele auf einer Leinwand übertragen werden. Man rechnet mit einem regen Austausch und einer tollen Atmosphäre beim gemeinsamen Fußballschauen. Deutschland tritt am Sonntag um 19 Uhr gegen Curaçao an – da wird es sicher laut werden! Doch auch hier gibt es Herausforderungen: Für die späteren Anstoßzeiten, insbesondere die Spiele um 22 Uhr, ist eine Genehmigung erforderlich, um die Nachtruhe in der Nachbarschaft nicht zu stören. Rheinland-Pfalz empfiehlt, nur Spiele zwischen 8 und 22 Uhr zu genehmigen.
Die Herausforderungen des Public Viewing
Die Popularität von Public Viewing hat seit der WM 2006 in Deutschland enorm zugenommen. Doch was bedeutet das eigentlich für die Organisation? Gerade die Anstoßzeiten der Spiele stellen eine echte Herausforderung dar. Viele Spiele beginnen um 21 oder 22 Uhr MESZ, einige sogar noch später. Das bedeutet, dass man sich gut überlegen muss, wie man die Nachbarn einbindet – und ob man vielleicht lieber einen privaten Rahmen wählt. Denn private Feste im Freien unterliegen der Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr. Da kann es schnell zu Problemen kommen, wenn Nachbarn sich gestört fühlen und das Ordnungsamt oder die Polizei informieren.
Für private Übertragungen sind keine Lizenz- oder Gema-Gebühren nötig, solange alles im kleinen Rahmen bleibt: Wenn keine öffentliche Einladung erfolgt und keine kommerziellen Interessen verfolgt werden, kann man in einer geschlossenen Runde ganz entspannt gemeinsam die Spiele verfolgen. Ein paar Tipps sind dabei goldwert: Nachbarn frühzeitig informieren, Lautsprecher nicht in Richtung angrenzender Wohnungen ausrichten und die Lautstärke im Zaum halten. Außerdem, kleiner Geheimtipp: Kabel-TV nutzen, um Spoiler zu vermeiden!
Öffentliche Veranstaltungen und ihre Regeln
Public Viewings im öffentlichen Raum hingegen brauchen eine kostenpflichtige FIFA-Lizenz sowie Gema-Gebühren. Dazu kommen behördliche Genehmigungen oder Ausnahmegenehmigungen. In Städten wie München dürfen WM-Spiele im Außenbereich von Biergärten bis 1 Uhr und wieder ab 6 Uhr übertragen werden, sofern die Lärmschutzgrenzen eingehalten werden. Aber wie sieht es in unserem Donnersbergkreis aus? Leider gibt es in Kirchheimbolanden kein öffentliches Public Viewing aufgrund der späten Anstoßzeiten und des organisatorischen Aufwands.
Immerhin plant Bürgermeister Marc Muchow, die Stadthalle für das Finale zu öffnen, falls Deutschland tatsächlich das große Ziel erreicht. Das wäre natürlich ein echter Höhepunkt und würde der Region einen unvergesslichen Moment bescheren. Und was die Gastronomie angeht? Die Dehoga Bayern sieht die Möglichkeit für Public Viewing nach 22 Uhr als positive Nachricht für die Gastronomen. Auch wenn die deutschen Brauereien keinen Bier-Boom erwarten, begrüßen sie die Planungssicherheit durch die neuen Regelungen, um die Spiele in einem tollen Rahmen zu präsentieren.
Egal, wie man es dreht und wendet – die WM 2026 wird auf jeden Fall ein Event, das man nicht verpassen will. Und wenn Deutschland mitspielen kann, umso besser. Lasst uns also gemeinsam auf eine spannende Fußballzeit anstoßen!