Heute ist der 10.07.2026, und während die Welt sich rasant weiterdreht, stehen wir hier in Österreich vor einer Herausforderung, die uns alle betrifft: die 24-Stunden-Betreuung. Ein Thema, das vor allem für viele Angehörige von pflegebedürftigen Menschen von großer Bedeutung ist, doch die Rahmenbedingungen sind alles andere als rosig. Die Anhebung der Einkommensgrenze zur Förderung der 24-Stunden-Betreuung wurde am 1. Juli 2023 im parlamentarischen Sozialausschuss von den Regierungsparteien abgelehnt – und das bereits zum dritten Mal in diesem Jahr! Ein starkes Stück, wenn man bedenkt, dass diese Grenze seit 19 Jahren bei 2500 Euro verharrt, während die Lebenshaltungskosten stetig steigen. Eine Valorisierung würde sie auf über 4000 Euro anheben. Das klingt doch nach einem Plan, oder?

Die 24-Stunden-Betreuung, gesetzlich geregelt seit 2007, ist eine wertvolle Unterstützung für viele Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu helfen. Die monatlichen Kosten belaufen sich auf etwa 4000 Euro – ein Betrag, den nur die wenigsten aus der eigenen Tasche stemmen können. Der Staat gibt jährlich rund 35.000 Euro für einen Heimplatz aus, während für die 24-Stunden-Betreuung nur etwa 9600 Euro zur Verfügung stehen. Das ist schon fast paradox. Aber wie sieht die Realität für viele Betroffene aus? Oft müssen sie ihr Vermögen verkaufen oder finanzielle Unterstützung von Angehörigen anfragen, um die Kosten zu decken. Ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist.

Forderungen nach Reformen

Die Plattform Personenbetreuung hat einen Katalog an Vorschlägen zur Verbesserung der Situation erstellt. Die Forderungen sind klar und präzise: Die monatliche Förderung soll auf 1600 Euro angehoben werden, inklusive jährlicher Valorisierung. Außerdem wird eine Anhebung der Einkommensgrenze auf über 4000 Euro angestrebt, ebenfalls mit jährlicher Anpassung. Die Erlaubnis für Betreuungskräfte aus Drittstaaten außerhalb der EU und ein Qualitätszertifikat für Vermittlungsagenturen stehen ebenso auf der Liste. Und ja, wie wäre es mit einem Fonds für Personenbetreuerinnen bei der Sozialversicherung? Das wäre ein Anfang! Während die Forderung nach einer Anstellung der Betreuerinnen als unrealistisch angesehen wird, kommt der Druck für Verbesserungen oft von den Betreuerinnen selbst und den Vermittlungsagenturen. Ein Zeichen von Eigenverantwortung und Engagement, das in der Branche leider oft übersehen wird.

In Wien hat man bereits eine Schlichtungsstelle für Konflikte zwischen Betreuerinnen und Vermittlungsagenturen eingerichtet, was zeigt, dass man den Problemen ins Auge sieht – oder zumindest versucht, sie zu lösen. Während der Coronapandemie wurden sogar Reise- und Wohnmöglichkeiten für Betreuerinnen organisiert. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber reicht das aus? Die Betreuungssituationen sind komplexer geworden: Viele Betreute sind schwer krank oder bettlägerig, oft mit Demenz, was die Anforderungen an die Betreuerinnen erhöht.

Finanzielle Unterstützung und Zuschüsse

Wenn wir über Kosten sprechen, ist es wichtig zu wissen, dass die monatlichen Ausgaben für die 24-Stunden-Pflege zwischen 2000 und 3500 Euro liegen können. Diese setzen sich aus dem Lohn der Betreuungskraft, Sozialabgaben, Agenturgebühren und weiteren Nebenkosten zusammen. Angehörige oder pflegebedürftige Personen schließen einen Vertrag mit der Betreuungskraft oder einer Vermittlungsagentur ab. Und hier kommt die staatliche Unterstützung ins Spiel: Pflegegeld zwischen 347 und 990 Euro, je nach Pflegegrad, sowie Zuschüsse für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege. Ab 1. Juli 2025 wird sogar ein flexibles Jahresbudget von 3539 Euro für diese Leistungen eingeführt. Ein Lichtblick für viele, die unter den finanziellen Belastungen leiden.

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Doch nicht alle wissen, dass Zuschüsse aktiv beantragt werden müssen. Eine Rückerstattung erfolgt nicht automatisch – das kann für viele eine Hürde darstellen. Beratung durch Pflegeberater oder Steuerberater kann hier eine wertvolle Unterstützung bieten, um die finanziellen Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Vielleicht könnte man sogar eine private Pflegezusatzversicherung in Betracht ziehen, um zusätzliche Unterstützung zu erhalten.

Wichtige Informationen und Ausblick

Die 24-Stunden-Pflege ist mehr als nur eine Dienstleistung – sie ist ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft, der oft im Schatten steht. Die Betreuung umfasst Hilfe beim Aufstehen, Essen, Körperpflege und sogar hauswirtschaftliche Aufgaben. Ein unverzichtbarer Alltag für viele, und doch ist die finanzielle Situation oft alles andere als stabil. Die Anforderungen an die Pflegekräfte steigen, während die Vergütung stagniert. Ein Teufelskreis, der nicht nur die Betreuerinnen betrifft, sondern die gesamte Gesellschaft. Frühzeitige Information und Beratung sind entscheidend, um die Pflege gut zu organisieren und finanzielle Entlastung zu schaffen. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir uns alle für Verbesserungen in der 24-Stunden-Betreuung stark machen – für die Menschen, die uns am Herzen liegen.

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