Die Kunst ist mehr als nur ein Spiel mit Farben und Formen. Sie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor – gerade in Österreich, wo eine neue Studie des Galerienverbands in Zusammenarbeit mit Paul und Kollegen/Econmove zeigt, dass die Kunstbranche eine Bruttowertschöpfung von knapp 6,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das sind einige ernsthafte Zahlen! Über 90.000 Menschen finden in dieser Branche einen Arbeitsplatz, was mehr ist als im Hochbau oder sogar in der Finanzdienstleistungsbranche. Kunst und Kultur sind nicht nur Ausdruck unserer Gesellschaft, sondern auch ein Motor für die Wirtschaft.

In Österreich zahlt die Kunst- und Kulturbranche beeindruckende 2,8 Milliarden Euro an Steuern. Wenn wir einen Blick auf die Subventionen werfen, so wird 2027 mit einem Betrag von 609 Millionen Euro gerechnet – das klingt doch nach einer soliden Unterstützung, oder? Zum Vergleich: Die Landwirtschaft kommt auf eine Bruttowertschöpfung von rund 5 Milliarden Euro und erhält dafür 1,34 Milliarden Euro an Subventionen. Das ruft geradezu nach einer Diskussion über die Wertschätzung der Kunst und deren Platz in der Gesellschaft.

Der Wert der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland

Und was ist mit Deutschland? Hier schaut der Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) auf die Zahlen. Fast zwei Millionen Menschen sind in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig, das entspricht etwa 4 Prozent der gesamten Erwerbstätigkeit. Ein Wachstum von 2,1 Prozent! Na, das ist doch was. Insbesondere die Software- und Games-Industrie sticht hervor, dort arbeiten die meisten Beschäftigten – etwa 685.100. Die KKW umfasst insgesamt elf Teilmärkte, von Architektur über Film bis hin zur Musik, und das alles zusammen bringt rund 205 Milliarden Euro Umsatz ein. Ja, das ist kein Pappenstiel!

Ein weiterer interessanter Punkt: Rund 238.000 Unternehmen sind in der KKW tätig. Der durchschnittliche Umsatz pro Unternehmen liegt bei 858.000 Euro und zeigt eine Umsatzsteigerung von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das spricht für die Dynamik dieser Branche. Man könnte sagen, die Kreativen haben das Steuer fest in der Hand.

Kulturberufe im Aufwind

Ein Blick auf die Kulturberufe in Deutschland zeigt, dass im Jahr 2024 etwa 1,3 Millionen Menschen in diesen Bereichen aktiv sind – das entspricht rund 3 Prozent der Gesamtbeschäftigung. Im Vergleich zu 2021 ist das ein Anstieg von 6 Prozent. Frauen spielen hierbei eine zentrale Rolle, mit einem Anteil von etwa 52 Prozent. Wenn wir über Selbstständigkeit sprechen, liegt die Quote in Kulturberufen bei etwa 33 Prozent. Zum Vergleich: Der Durchschnitt aller Berufe liegt bei lediglich 9 Prozent. Besonders im Kunsthandwerk und in der bildenden Kunst ist die Selbstständigenquote mit 85 Prozent beeindruckend hoch.

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Die Einkommenssituation ist allerdings nicht ohne Herausforderungen. Rund 33 Prozent der Erwerbstätigen in Kulturberufen verdienen unter 1.500 Euro netto im Monat, was im Vergleich zu 25 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland eine beachtliche Zahl ist. Doch es gibt auch Hoffnung: 34 Prozent der Kulturberufler erzielen ein Einkommen von mindestens 2.500 Euro netto. Diese Unterschiede machen deutlich, dass die Branche zwar kreativ, aber auch herausfordernd ist.

Insgesamt zeigt sich, dass die Kunst- und Kulturbranche ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft ist. Sie schafft Arbeitsplätze, fördert Innovation und bringt Menschen zusammen. Während die Zahlen sprechen, ist es wichtig, dass wir auch den menschlichen Aspekt im Blick behalten – die Geschichten, die hinter den Zahlen stehen. Denn letztlich sind es die Menschen, die mit ihrer Kreativität und Leidenschaft unsere Kultur prägen.

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