Man kann es kaum glauben, aber es ist nun über ein Jahr her, dass Nathan Ngoumou, der 26-jährige Flügelspieler von Borussia Mönchengladbach, das letzte Mal auf dem Platz stand. Am 6. April 2025, nach einem eher unspektakulären 1:1 gegen St. Pauli, zog sich Ngoumou während der Kompensationsläufe einen Achillessehnen-Riss zu. Ein Schock für alle, die den Spieler in der Bundesliga verfolgt haben – und das ganz besonders für ihn selbst. Plötzlich hieß es: 15 Monate Zwangspause. Kein DFB-Pokal, keine Freundschaftsspiele, nichts! Nur die Stille des Verletzungslebens.

In der laufenden Saison hatte Ngoumou immerhin 19 Bundesligaspiele absolviert, doch keinen einzigen davon über die volle Distanz. Mit zwei Toren und einem Assist konnte er zwar Akzente setzen, aber wie die Dinge oft stehen, waren die Verletzungen – ein Muskelfaserriss im Oktober und eine Adduktorenverletzung im Dezember – wie Schatten, die ihn verfolgten. Nach seiner schweren Verletzung war ein Comeback im Mai bereits geplant, doch auch das fiel ins Wasser, als er erneut mit Muskelbeschwerden zu kämpfen hatte.

Ein Lichtblick im Testspiel

Doch jetzt, nach all den Rückschlägen, zieht ein Lichtblick auf: In einem Testspiel gegen den Oberligisten Wuppertaler SV konnte Ngoumou endlich wieder für 45 Minuten auf dem Platz stehen. Der Trainer von Gladbach, Eugen Polanski, zeigte sich vorsichtig optimistisch und erwähnte, dass Ngoumou ein schwieriges Jahr hinter sich hat, voller Herausforderungen, die er nun überwinden muss. Das sind Worte, die Hoffnung wecken! Und wie es aussieht, könnte sich die Chance auf einen Einsatz in der Bundesliga ab Ende August wieder ergeben. Das wäre für den Spieler und die Fans ein großer Schritt in die richtige Richtung.

In seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach, seit seinem Wechsel im August 2022 für acht Millionen Euro vom FC Toulouse, hat sich Ngoumou nicht nur in die Herzen der Fans gespielt, sondern auch in die Statistiken. Mit einem kicker-Notenschnitt von 3,86 ist er trotzdem immer noch ein wertvoller Bestandteil des Teams, auch wenn die Verletzungen das Bild trübten. Sport-Geschäftsführer Roland Virkus hat sich ebenfalls zur Situation geäußert und seine Unterstützung für Ngoumou bekräftigt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und ob der Spieler seine Rückkehr in die Bundesliga wirklich realisieren kann.

Verletzungsprävention im Fokus

Die Herausforderungen, die Ngoumou durchlebt hat, sind leider kein Einzelfall im deutschen Profisport. Der VBG-Sportreport, der seit 2016 jährlich veröffentlicht wird, beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Verletzungen und deren Prävention. Die Statistiken zu Verletzungsanzahl und Ausfallzeiten beinhalten alle Spieler, die in mindestens einem nationalen oder internationalen Pflichtspiel zum Einsatz kamen. Im Fußball, Basketball, Eishockey und Handball wird genau analysiert, was verhindert werden kann. Ein wertvoller Ansatz, um Sportler wie Ngoumou zu unterstützen und zu schützen.

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Ob Ngoumou letztendlich zu seiner alten Form zurückfindet, wird die Zeit zeigen. Bis dahin bleibt es spannend, wie sich seine Rückkehr auf die Bundesliga und die gesamte Mannschaft von Borussia Mönchengladbach auswirken wird. Vielleicht wird das Comeback mehr sein als nur ein persönlicher Sieg – vielleicht wird es auch ein Wendepunkt für das Team.

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