Die Natur hat ihre eigenen Rhythmen, und im Kreis Wesel ist gerade die Zeit, in der die Rehe besonders aktiv sind. Der Grund? Die Paarungszeit, auch „Blattzeit“ genannt, hat begonnen! Normalerweise sind die grazilen Tiere vor allem in der Dämmerung unterwegs, doch jetzt sieht man sie auch tagsüber auf den Straßen und Feldern. Das kann für Autofahrer gefährlich werden. Rehböcke folgen den Ricken über große Strecken und sind dabei oft weniger vorsichtig, was das Risiko von Wildunfällen erhöht.

Markus Ermen-Zielonka, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Wesel, ruft dazu auf, im Straßenverkehr besonders aufmerksam zu sein. Wer denkt, dass ein Wildunfall nur mit sichtbarem Schaden am Fahrzeug zu tun hat, irrt sich. Es ist eine Ordnungswidrigkeit, einen solchen Unfall nicht zu melden. Selbst wenn das Tier weggelaufen ist und am Auto kein Schaden entstanden ist, muss die Polizei verständigt werden. Das ist wichtig, denn Jäger setzen Hundegespanne ein, um verletzte Tiere zu finden – für die Tiere und für die Verkehrssicherheit.

Tipps zur Unfallvermeidung

Um das Risiko eines Wildunfalls zu minimieren, gibt es einige wichtige Empfehlungen. Autofahrer sollten die Fahrbahnränder genau beobachten und Wildwechselschilder ernst nehmen. Ein Sicherheitsabstand ist ebenfalls entscheidend. Wenn ein Reh gesichtet wird, sollte man nicht nur anhalten, sondern auch hupen und die Scheinwerfer abblenden. Es ist ratsam, die Geschwindigkeit zu reduzieren, vor allem in der Nähe von Wäldern, Wiesen und Feldern – da sind die Tiere besonders aktiv. Merken Sie sich: Ein frontaler Zusammenstoß ist weniger gefährlich als ein Seitenaufprall!

Falls es doch zu einem Wildunfall kommt, sind einige Schritte zu beachten. Zuerst sollte die Unfallstelle abgesichert werden, indem die Warnblinkanlage eingeschaltet und ein Warndreieck aufgestellt wird. Es ist auch ratsam, eine Warnweste zu tragen. In jedem Fall sollte die Polizei unter der Nummer 110 kontaktiert werden. Bei Verletzten ist der Notruf 112 der richtige Weg. Wichtig: Verletzte oder tote Tiere dürfen nicht angefasst oder verfolgt werden! Förster oder Jagdpächter kümmern sich um die Bergung.

Dokumentation für die Versicherung

Ein Wildunfall ist nicht nur ein schreckliches Erlebnis, sondern kann auch erhebliche finanzielle Folgen haben. Daher ist es ratsam, den Unfall gründlich zu dokumentieren. Machen Sie Fotos vom Unfallort, vom Tier und vom Fahrzeug. Und vergessen Sie nicht, sich eine Wildunfall-Bescheinigung von der Polizei, dem Förster oder dem Jagdpächter ausstellen zu lassen, um mögliche Schäden durch die Versicherung regulieren zu können. Informieren Sie die Versicherung umgehend, damit alles reibungslos abläuft.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die besondere Vorsicht in dieser Zeit ist nicht nur eine Empfehlung, sondern eine Notwendigkeit für alle, die durch die schöne, aber gefährliche Landschaft des Kreises Wesel fahren. Seien Sie wachsam, reagieren Sie schnell, und vielleicht lernen wir auch, die Natur und ihre Bewohner mit einem neuen Blick zu betrachten.

Schnelle Ladezeiten sind heute eine der wichtigsten Voraussetzungen für gute Nutzerbindung. Durch die komplette Umsetzung unseres Magazins mit VeloCore durch Daniel Wom profitieren wir nun von einer hochperformanten, effizienten und spürbar schnellen Plattform.