Heute, am 27. Juni 2026, fand in Soest der zweite Christopher Street Day (CSD) statt – und der Tag war heiß, nicht nur wegen der Temperaturen, die bis zu 40 Grad kletterten! Rund 300 Menschen versammelten sich im Park neben der Stadthalle, um ein Zeichen für Akzeptanz und Gleichberechtigung zu setzen. Ursprünglich war ein großer Demozug geplant, aber die drückende Hitze machte dem einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen gab es eine Kundgebung, die um 17:00 Uhr im Forum der Stadthalle stattfand, und die Organisatoren hatten ein buntes Programm auf die Beine gestellt, das den Besucher:innen auch ohne Demozug Freude bereiten sollte.

Tim Neumann, einer der Mitorganisatoren, zeigte sich zwar ein wenig enttäuscht über die geringere Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr, als über 1.000 Menschen dabei waren, aber er war dennoch dankbar für jede einzelne Person, die den Weg zum CSD gefunden hatte. „Ein CSD ist nicht nur ein Demozug“, betonte er und fügte hinzu, dass die Botschaft von Vielfalt und Respekt auch auf andere Weise gehört werde. Moderatorin Antonella Rossi hob die Fortschritte seit dem letzten Jahr hervor, wie das Hissen der Regenbogenflagge am Rathaus, was ein starkes Symbol für die Sichtbarkeit der queeren Gemeinschaft darstellt.

Ein Zeichen für Vielfalt

Besucher hielten sich mit Fächern und kühlen Getränken, die vor Ort bereitgestellt wurden, vor der Hitze geschützt. An einem angrenzenden Stand gab es Informationen und Raum für Austausch. Stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Maybaum sprach eindringlich über die Bedeutung der Sichtbarkeit und darüber, als queere Gemeinschaft präsent zu sein. „Fifi“, ein Redner der Veranstaltung, betonte die Notwendigkeit, den CSD als Plattform für Respekt und Vielfalt zu nutzen. Es gab zwar eine kleine Gruppe, die mit einem Schild „Es gibt nur zwei Geschlechter“ auf sich aufmerksam machte, doch die allgemeine Stimmung war von Solidarität und Zusammenhalt geprägt.

Die Veranstaltung endete mit einer Aftershow-Party im Kulturhaus Alter Schlachthof, die ab etwa 18:15 Uhr begann. Auch hier wartete ein umfangreiches Bühnenprogramm mit Live-Musik und DJ auf die Gäste. Der Zugang zur Veranstaltung erfolgte über Einlassbändchen, die vor Ort gegen eine Spende erhältlich waren. Und während die Sonne langsam unterging, wurde die Luft erfüllt von Musik und Lachen – eine tolle Atmosphäre, die die Hitze des Tages ganz schnell vergessen ließ.

Der CSD in Soest – eine Tradition?

Die Organisatoren haben bereits Pläne geschmiedet, um den CSD im Kreis Soest zur festen Tradition zu machen. Das bedeutet, dass auch im nächsten Jahr wieder eine Veranstaltung stattfinden soll. Die Idee ist, ein sichtbares Zeichen für Akzeptanz, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Vielfalt zu setzen – und das nicht nur einmal im Jahr. Es bleibt spannend, wie sich der CSD in Soest weiterentwickeln wird und ob die Teilnehmerzahl im nächsten Jahr wieder steigen kann. Vielleicht wird der nächste CSD ja ein Anlass für ein großes Fest, ganz unabhängig von der Wetterlage. Auf jeden Fall war der Tag ein kleiner Schritt in die richtige Richtung!

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