Zukunftsweisendes Pumpbauwerk in Dormagen-Rheinfeld: Grundstein für den Wandel im Rheinischen Revier gelegt
Am 19. Juli 2026 wurde in Dormagen-Rheinfeld ein neuer Meilenstein gesetzt: RWE hat den symbolischen Grundstein für das Pumpbauwerk der Rheinwassertransportleitung gelegt. Bei dieser feierlichen Zeremonie waren zahlreiche prominente Gäste anwesend, darunter die Landrätin des Rhein Kreises Neuss, Katharina Reinhold, Bürgermeister Erik Lierenfeld und Thomas Körber, ein Vorstandsmitglied der RWE Power AG. Ein kleines Detail, das die Zeremonie besonders machte: In den Grundstein wurde eine Zeitkapsel mit einer Urkunde, einer Tageszeitung und Münzen versenkt – ein Stück Geschichte für die Zukunft!
Das Pumpbauwerk, das sich im Deichhinterland von Dormagen-Rheinfeld befindet, spielt eine zentrale Rolle in der Rheinwassertransportleitung. Ab 2030 wird von hier aus die Wasserentnahme gesteuert, um den künftigen Hambacher See sowie den Tagebau Garzweiler zu versorgen. Thomas Körber betonte die enorme Bedeutung dieses Projekts für die Infrastruktur im Rheinischen Revier, während Erik Lierenfeld es als Generationenprojekt bezeichnete, das die Zeit nach der Braunkohle mitgestaltet. Katharina Reinhold hob die Relevanz für den Strukturwandel im Rhein-Kreis Neuss hervor. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie hier die Zukunft gestaltet wird!
Ein Bauwerk für die Zukunft
Das Pumpbauwerk ist nicht einfach ein technisches Konstrukt. Es besteht aus einem unterirdischen Tiefbauteil, einem Hauptgebäude, einer Trafoaufstellfläche und einem Nebengebäude. Und damit die Rheinfelder nicht unter Lärmbelästigung leiden, sind Schallschutzmaßnahmen vorgesehen. Der Großteil des Bauwerks liegt unterhalb der Geländeoberfläche, sodass sichtbare Teile durch Pflanzungen harmonisch ins Landschaftsbild integriert werden. So wird das Projekt wirklich zum Teil der Umgebung.
Wasser fließt im Freigefälle vom Rheinufer zum Pumpbauwerk, und bis zu 18 Pumpen werden das Wasser in drei Rohrleitungen fördern. Dabei wird die Entnahmemenge durch ein abgestimmtes Konzept geregelt, um die Schifffahrt nicht zu beeinträchtigen. Die Baustelle ist bereits eingerichtet, neue Zufahrten wurden geschaffen und Freizeitwege am Rheindeich angepasst. Die Arbeiten für die Baugrube haben begonnen, und bis Herbst 2026 wird ein neuer Fahrrad- und Fußweg auf der Deichkrone bis zur Piwipper Straße errichtet. Es tut sich also einiges!
Ein neues Landschaftsbild entsteht
Die Rheinwassertransportleitung wird nicht nur die Seen im Rheinischen Revier befüllen, sondern auch einen neuen Landschaftsraum schaffen, der über Jahrzehnte hinweg entstehen wird. Der Hambachsee wird schließlich das Zentrum für zahlreiche Vorhaben rund um den heutigen Tagebau und wird mit Wasser aus dem Rhein versorgt. Sechs Jahre nach der Befüllung des Hambachsees, im Jahr 2036, wird auch der Garzweiler mit Wasser versorgt. Diese Entwicklung wird die Anrainerkommunen spürbar beeinflussen. Man darf gespannt sein, welche neuen Freizeitmöglichkeiten und wirtschaftlichen Perspektiven sich hier bieten werden!
Das Projekt NEULAND HAMBACH steht für den Wandel im Rheinischen Revier nach der Braunkohle. Wasser wird zum Schlüssel für neue Lebensräume, wirtschaftliche Perspektiven und eine regionale Identität. Im Rahmen des Projekts sind fast 10.000 beschichtete Stahlrohre mit einem Durchmesser von etwa 2,20 Metern geplant, die über eine Trassenlänge von 45 Kilometern verlegt werden. Die Bauzeit beträgt rund vier Jahre, und es sind insgesamt vier Bauwerke sowie umfangreiche Erdbewegungen vorgesehen.
In der Region laufen parallel dazu die Arbeiten an weiteren Abschnitten der Rheinwassertransportleitung in Elsdorf und Grevenbroich-Allrath. Die Inbetriebnahme der gesamten Leitung ist für 2030 vorgesehen. Für Fragen zum Projekt stehen Bürgerbüros in Schloss Paffendorf und der Rathausgalerie Dormagen zur Verfügung, und aktuelle Informationen sind auf der RWE-Website zur Rheinwassertransportleitung verfügbar. Man kann sich also gut informieren und bleibt am Puls der Entwicklungen.
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