Das Johanna Etienne Krankenhaus in Neuss hat kürzlich einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Seit dem 30. Juni 2026 ist es offiziell als Lokales Traumazentrum im Traumanetzwerk Düsseldorf zertifiziert. Diese Auszeichnung geschah nicht einfach so – sie ist das Ergebnis harter Arbeit und kontinuierlicher Weiterentwicklung der Strukturen und Abläufe in der Klinik. Die Qualitätskriterien, die dafür maßgeblich sind, stammen von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Und das ist auch wichtig, denn hier geht es um Menschenleben und eine erstklassige Versorgung, die rund um die Uhr bereitsteht.

Die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin des Hauses hat sich eng mit der Zentralen Notaufnahme, der Anästhesie und der Radiologie vernetzt. Es ist wie ein gut eingespieltes Team – jeder Handgriff sitzt, jeder weiß, was zu tun ist. Prof. Dr. Maximilian Petri, der Chefarzt der Klinik, hebt hervor, dass das Ziel darin besteht, Unfallopfer so schnell wie möglich und mit der bestmöglichen Versorgung zu behandeln. „Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit“, fügt er hinzu. Und das ist ein Versprechen, das in der Region von großer Bedeutung ist.

Ein Netzwerk der Exzellenz

Das Projekt TraumaNetzwerk DGU® wurde bereits 2008 ins Leben gerufen und verfolgt das Ziel, die Prozess- und Strukturqualität in der Versorgung von Schwerverletzten zu optimieren. Hierbei sind viele Akteure involviert: Rettungsdienste, Ärzte und spezialisierte Einrichtungen, die für verschiedene Arten von Verletzungen zuständig sind. Spätestens nach einem schweren Unfall muss alles sitzen – von der Erstversorgung bis zur endgültigen Behandlung. Die Kliniken im Netzwerk garantieren die Aufnahme von Schwerverletzten an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr. Das klingt fast wie eine Garantie, die man mit einem guten Restaurant vergleicht: Man weiß einfach, dass man gut aufgehoben ist.

Das Johanna Etienne Krankenhaus ist da keine Ausnahme. Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst des Rhein-Kreises Neuss und weiteren spezialisierten Kliniken ist es möglich, dass Unfallopfer entsprechend ihrer Verletzungen schnell in die passende Einrichtung gebracht werden. Die Behandlungen folgen dabei evidenzbasierten Leitlinien, einschließlich der S3-Leitlinie zur Polytrauma-/Schwerverletztenversorgung der DGU. Es gibt definierte Kriterien, die sicherstellen, dass Schwerverletzte innerhalb von etwa 30 Minuten nach ihrer Rettung im richtigen Traumazentrum ankommen. Das ist nicht nur wichtig, sondern lebensrettend!

Qualität, die zählt

Die Auditierung als TraumaZentrum ist kein Zuckerschlecken. Kliniken müssen bestimmte Struktur- und Prozessmerkmale nachweisen, die im Konzept des TraumaNetzwerks der DGU festgelegt sind. Und ja, das Konzept wird regelmäßig aktualisiert – schließlich bleibt die Medizin nicht stehen. Der ständige Austausch und die Weiterentwicklung sind das A und O, um die flächendeckende und qualitätsgesicherte Versorgung von Traumapatienten zu gewährleisten. Es gibt drei Versorgungsstufen: Lokales TraumaZentrum, Regionales TraumaZentrum und Überregionales TraumaZentrum. Das Johanna Etienne Krankenhaus hat nun einen Platz an der Spitze des lokalen Netzwerks!

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Rund 700 Kliniken in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Belgien haben sich bereits auditieren lassen und dürfen sich stolz als TraumaZentrum bezeichnen. Das ist eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie ernst es die medizinischen Einrichtungen mit der Qualität nehmen. Mit der ständigen Integration von Rehabilitations- und ambulanten Behandlungseinrichtungen wird das Netzwerk immer robuster. So kann sichergestellt werden, dass Patienten nicht nur in der akuten Phase, sondern auch darüber hinaus bestens betreut werden.

Das Johanna Etienne Krankenhaus ist also nicht nur eine Klinik, es ist ein Ort, an dem Menschenleben gerettet werden – mit einem hohen Maß an Professionalität und menschlicher Zuwendung. Ein Traumazentrum, auf das die Region stolz sein kann.

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