In Neuss brodelt es! Die Drogenproblematik ist längst nicht mehr nur ein Thema für die großen Städte, sondern zieht auch in die beschaulichen Ecken des Rhein-Kreises ein. Bernd Ramakers, der sozialpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, hat das ganz klar auf den Punkt gebracht: Es ist höchste Zeit, Erfolge und Herausforderungen in der Drogenszene zu betrachten. Ein sicherer Raum in der Innenstadt, wo Menschen mit Suchtproblemen Hilfe erhalten, ist das Ziel – und das ist kein leichtes Unterfangen!

In den letzten Jahren haben sich in Neuss und dem Rhein-Kreis einige Dinge getan. Die Suchthilfe hat sich verändert, neue Angebote wie Kontaktcafés und aufsuchende Sozialarbeit wurden ins Leben gerufen. Im kommenden Jahr 2024 steht eine umfassende Neustrukturierung der Suchthilfe an. Ramakers fordert eine Bilanz über die bisherigen Maßnahmen – wo stehen wir, was hat funktioniert, und wo müssen wir nachjustieren? Ein Sachstandsbericht zu den Streetworkern soll im nächsten Jugendhilfeausschuss präsentiert werden. Es wird spannend!

Ein ganzheitlicher Ansatz ist gefragt

Die CDU fordert einen ganzheitlichen Ansatz, der eine enge Zusammenarbeit von Suchthilfe, Prävention, Sozialarbeit, Polizei, Ordnungsdienst und Gesundheitsbehörden umfasst. Denn Ramakers hebt hervor, dass Sicherheit und soziale Hilfe Hand in Hand gehen müssen. Die regelmäßige Bewertung der Entwicklungen ist ein weiterer Punkt, den er anspricht. Nur so können Veränderungen frühzeitig erkannt und in die richtigen Bahnen gelenkt werden, um die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern.

Doch was ist eigentlich die Situation? In Deutschland gibt es ein zunehmendes Drogenproblem, das besonders in Großstädten sichtbar wird. Offene Drogenszenen, wo Drogen im öffentlichen Raum konsumiert werden, sind keine Seltenheit mehr. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der REITOX-Jahresbericht 2024 hat einen Anstieg der Konsumenten illegaler Drogen dokumentiert. Das macht nachdenklich! Besonders der Crackkonsum hat zugenommen, eine Droge, die erschwinglich und leicht zu beschaffen ist. Die gesundheitlichen Folgen sind gravierend – Psychosen, körperlicher Verfall und eine rasante Abhängigkeit sind nur einige der Risiken.

Ein Blick über den Tellerrand

In Deutschland gibt es derzeit keine speziellen Substitutionstherapien für Crackabhängige. Währenddessen wurde 2024 eine Rekordmenge von 43 Tonnen Kokain sichergestellt – das ist mehr als das Fünffache im Vergleich zu 2017, als nur acht Tonnen beschlagnahmt wurden. Der internationale Drogenhandel hat sich zunehmend nach Europa verlagert, und Drogen gelangen über die großen Häfen in Rotterdam, Antwerpen und Hamburg ins Land. Hier sind nicht nur die Behörden gefordert, sondern auch die Gesellschaft, die oft wegschaut und Drogenkranke im öffentlichen Raum ignoriert. Komischerweise entsteht oft ein Unbehagen, wenn man den Menschen begegnet, die auf der Straße leben, und das ist bedauerlich.

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Es gibt durchaus Ansätze, die helfen könnten. Der Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit empfiehlt mehr Drogenkonsumräume und niedrigschwellige psychosoziale Betreuung. Das „Frankfurter Modell“ ist ein Beispiel, das zeigt, wie durch Suchthilfezentren die Zahl der Drogentoten gesenkt werden konnte. In Frankfurt gibt es sogar Pläne für ein Crack-Suchthilfezentrum. Das „Züricher Modell“ hat die offene Drogenszene in Zürich erfolgreich bekämpft – dort arbeiten Polizei und Sozialdienste eng zusammen und bieten Konsumräume an, wo Suchtkranke sauberes Drogenbesteck und Sozialberatung erhalten.

Die Zahlen lügen nicht

Schaut man auf die Zahlen des Epidemiologischen Suchtsurveys 2024, wird deutlich, dass die Problematik nicht nur die klassischen Drogen betrifft, sondern auch Medikamente mit erhöhtem Missbrauchs- und Suchtpotenzial. Vor allem opioidhaltige Schmerzmittel sowie Schlaf- und Beruhigungsmittel stehen auf der Liste der Sorgenkinder. Stimulanzien wie Kokain, Amphetamin und Methamphetamin nehmen ebenfalls zu. Die Herausforderungen sind vielfältig, und es wird Zeit, die notwendigen Schritte zu unternehmen!

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