Ehrenamt im Rhein-Erft-Kreis: Ein Abend der Dankbarkeit und Anerkennung
Im Herzen des Rhein-Erft-Kreises, genauer gesagt im Keramion in Frechen, wurde kürzlich ein ganz besonderer Abend gefeiert. Die SPD Rhein-Erft verlieh ihren Ehrenamtspreis – ein Event, das nicht nur die Preisträger würdigte, sondern auch das unschätzbare Engagement der vielen Menschen vor Ort ins Rampenlicht rückte. Die Atmosphäre war durchdrungen von Begeisterung und Dankbarkeit, als die vier ausgezeichneten Initiativen in den Fokus gerieten: der Verein Erftigel, die Straßenkatzen Rhein-Erft-Kreis, die Elsdorfer Tafel und der Behindertensportverein Hürth. Alle eint das Ziel, das Leben in der Region ein Stück weit zu verbessern.
Der Abend war ein wahrer Schmaus für die Ohren, begleitet von den harmonischen Klängen des A-cappella-Trio EU-Semble aus der Voreifel. Sozusagen der musikalische Sahnehäubchen auf einem Abend, der die Werte des Ehrenamts in den Mittelpunkt stellte. Helge Herrwegen, ein SPD-Politiker, sprach eindringlich über die Bedeutung des Ehrenamts als tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Angesichts knapper kommunaler Mittel wird das Engagement der Bürgerinnen und Bürger immer wichtiger – eine Tatsache, die nicht nur in Frechen, sondern im gesamten Rhein-Erft-Kreis gilt.
Die Preisträger im Detail
Der Verein Erftigel beispielsweise setzt sich für verletzte Igel ein und ruft dazu auf, Wasserschalen für die Tiere bereitzustellen. Ein kleiner, aber bedeutender Beitrag zur Tierliebe und zum Umweltschutz. Die Straßenkatzen Rhein-Erft-Kreis kümmern sich um die samtenen Streuner, während die Elsdorfer Tafel bedürftigen Menschen mit Lebensmitteln unter die Arme greift. Der Behindertensportverein Hürth sorgt dafür, dass jeder die Chance hat, aktiv zu sein und Teil einer Gemeinschaft zu werden. Jeder Preisträger erhielt ein Preisgeld von 400 Euro – eine nette Geste, die hoffentlich in die Fortführung der tollen Arbeit fließt.
Bürgermeister Uwe Tietz wies darauf hin, wie das Keramion nicht nur ein Ort für Kunst und Kultur ist, sondern auch eine Plattform für Engagement in der Region. Ein schöner Gedanke, der zeigt, wie wichtig solche Verbindungen sind. Die Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement war spürbar und stärkt das Miteinander im Rhein-Erft-Kreis.
Ein Blick über den Tellerrand
Doch während die Ehrenamtspreisverleihung einen strahlenden Blick auf das Engagement vor Ort warf, gab es auch andere Themen, die die lokale Politik beschäftigen. Am 20. Mai 2026 findet im Landtag NRW eine Anhörung zum Gesetzentwurf zur Einführung schulischer Vorkurse, auch bekannt als „ABC-Klassen“, statt. Dilek Engin und Dr. Dennis Maelzer von der SPD-Fraktion sind sich einig, dass diese Klassen nicht den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden. Kritisiert wird, dass in diesen Klassen wichtige Bedingungen für erfolgreichen Spracherwerb ignoriert werden, wie stabile Beziehungen und ein sicheres Umfeld.
Maelzer hebt hervor, dass die Kita der geeignete Ort für die frühkindliche Bildung ist. Statt teurer Sprachkurse sollten die Mittel besser in die alltagsintegrierte Sprachförderung fließen. Ein ganzheitlicher Blick auf die Entwicklung der Kinder wird gefordert – und das ist ein Ansatz, der auch im Ehrenamt nicht unwichtig ist. Denn auch hier geht es darum, Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenslagen zu unterstützen und ihnen eine Perspektive zu bieten.
Ehrenamt als Grundpfeiler der Gesellschaft
Insgesamt ist es bemerkenswert, wie viele Menschen sich in Nordrhein-Westfalen engagieren. Gut jeder Dritte bringt sich ehrenamtlich ein – sei es im Sport, in der Kinder- und Seniorenbetreuung oder im Umweltschutz. Diese bürgerschaftliche Teilhabe ist nicht nur ein Katalysator für gesellschaftliche Veränderungen, sondern auch ein unverzichtbarer Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Die Landesregierung unterstützt dieses Engagement auf vielfältige Weise, sei es durch finanzielle Mittel oder durch die Schaffung guter Rahmenbedingungen.
Engagement bedeutet, Teil eines größeren Ganzen zu sein und aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft mitzuwirken. Es fördert nicht nur den persönlichen Kontakt zu anderen, sondern eröffnet auch neue Perspektiven. In einer Zeit, in der viele Herausforderungen auf uns zukommen, bleibt das Ehrenamt ein Lichtblick – ein Zeichen dafür, dass Menschlichkeit und Zusammenhalt in der Gemeinschaft lebendig sind.
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