Neue Wege in der Trauer: Gemeinsam radeln und Erinnerungen teilen
Am 26. Juli ist es wieder so weit: Die Malteser laden trauernde Menschen zu einer besonderen Radtour ein. Eine Gelegenheit, um nicht nur in Bewegung zu kommen, sondern auch neue Wege zu er-fahren – im wahrsten Sinne des Wortes! Diese Tour findet an jedem letzten Sonntag im Monat statt und erstreckt sich über etwa 30 Kilometer. Das Beste daran? Sie wird bei jeder Witterung durchgeführt, solange uns nicht Sturm, Eis oder Starkregen den Garaus macht. Das Motto „Neue Wege er-fahren“ spricht nicht nur für die physische Strecke, sondern auch für den emotionalen Weg, den die Teilnehmenden gemeinsam gehen.
Die Radtour bietet nicht nur die Möglichkeit, um die frische Luft und die Natur zu genießen, sondern auch um in Pausen ins Gespräch zu kommen. Ein bisschen Plaudern, Erinnerungen austauschen und vielleicht auch den einen oder anderen Gedanken loswerden – das gehört dazu. Nach der Tour gibt es die Option, in einem Restaurant oder Café einzukehren, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Aber das ist noch nicht alles: Die Teilnehmer müssen volljährig, fahrsicher und in guter Kondition sein. Ein technisch einwandfreies Fahrrad, Helm und Warnweste sind Pflicht. Und nicht vergessen – die Anmeldung erfolgt im Voraus! Treffpunkt und Uhrzeit werden nach der Anmeldung bekannt gegeben.
Wertschätzung im Trauerprozess
Die Malteser Gemeinschaft legt großen Wert auf das Miteinander und die Wertschätzung füreinander – besonders in schwierigen Zeiten. Es geht darum, auch über den Tod hinaus in Verbindung zu bleiben und die Erinnerungen an verstorbene Mitglieder lebendig zu halten. In einem geschützten Raum können Trauer und Beileid ausgedrückt werden, oft verbunden mit einem Gebet. Das ist ein ganz wichtiger Aspekt dieser Radtour, denn sie ermöglicht es den Teilnehmenden, sich gegenseitig zu unterstützen und den eigenen Schmerz zu teilen.
Für jene, die nicht direkt an der Tour teilnehmen können oder möchten, bietet die Malteser Telefonseelsorge eine wertvolle Anlaufstelle. Unter der Nummer 0800-1110111 kann man jederzeit über seine Sorgen und Trauer sprechen. Das Angebot besteht auch für Menschen, die ein vertrauliches Gespräch mit erfahrenen Seelsorgerinnen und Seelsorgern führen wollen. Egal, ob man vor Ort einen Kontakt zu den Malteser-Beauftragten sucht oder über das Telefon Hilfe in Anspruch nimmt – die Unterstützung ist da.
In diesem Sinne wird die Radtour nicht nur zu einem sportlichen, sondern auch zu einem emotionalen Erlebnis. Es ist eine Einladung, gemeinsam neue Wege zu finden, die Trauer zu teilen und zu erleben, dass man in der Gemeinschaft nicht allein ist. Wer mehr Informationen benötigt oder sich anmelden möchte, erreicht das Malteser-Trauerzentrum Oberberg unter der Telefonnummer 02262/707 555 0 oder per E-Mail unter trauerzentrum.oberberg@malteser.org.
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