Am vergangenen Wochenende haben sich in Gummersbach, Reichshof und Engelskirchen kriminelle Einbrüche ereignet, die die lokale Gemeinschaft in Unruhe versetzen. Einbruch ist ein Thema, das viele Menschen beschäftigt – und das nicht ohne Grund. In Gummersbach-Berghausen drang ein Unbekannter in eine Wohneinheit auf einem Campingplatz in der Straße „Würden“ ein. Die Täter hebelten die Eingangstür zum Wintergarten sowie eine weitere Tür auf. Was für eine Unverschämtheit! Schränke und Schubladen wurden durchwühlt, und die Beute beläuft sich auf einen niedrigen vierstelligen Bargeldbetrag. Ein schwerer Verlust für die betroffenen Bewohner, die sich nun in ihrem eigenen Heim unsicher fühlen müssen.
In Reichshof-Wildberg ereignete sich ein ähnlicher Vorfall. Hier brachen die Täter in ein Vereinsheim in der Straße „Im Langen Weg“ ein. Zuerst demontierten sie ein Fenster an der Gebäuderückseite, bevor sie die Eingangstür aufbrachen. Die Beute? Ein Grill, eine Gasflasche und ein Handrasenmäher. Es ist kaum zu fassen, was manche Menschen für eine Beute riskieren! In Engelskirchen-Ründeroth gab es sogar einen Einbruchsversuch in ein Wohnhaus in der Straße „Im Bruch“. Glücklicherweise scheiterten die Täter beim Aufhebeln der Eingangstür und der Terrassentür und entkamen ohne Beute. Vielleicht war es die Aufmerksame Nachbarin, die sie verscheuchte?
Ein Anstieg der Einbrüche und die Angst der Bevölkerung
Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt für das Jahr 2025 einen Anstieg beim Wohnungseinbruch. Insgesamt wurden 82.920 Fälle, einschließlich der Einbruchsversuche, registriert. Das sind 4.484 mehr als im Jahr zuvor. Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass die Aufklärungsquote bei nur 14,1 Prozent liegt. Im Vergleich zu den Fallzahlen von 2019 sind wir jedoch noch weit entfernt: Damals wurden 87.145 Fälle gezählt. Die Dunkelfeldstudie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland – SKiD 2024“ zeigt, dass 28,6 % der Bevölkerung stark besorgt sind über mögliche Wohnungseinbrüche. Eine Zahl, die im Vergleich zu 2020 leicht gestiegen ist – von 27,1 % auf jetzt über ein Viertel der Menschen.
Ein weiteres alarmierendes Detail: 2025 scheiterten fast 45 Prozent der Einbrüche, was auf verbesserte Sicherheitstechnik zurückzuführen ist. Ein Hoch auf die sicherungstechnischen Maßnahmen, die viele Haushalte ergriffen haben! Dennoch bleibt es wichtig, aufmerksam zu sein und mit Nachbarn zu sprechen. Viele Einbrüche können durch richtiges Verhalten, geeignete Sicherungstechnik und aufmerksame Nachbarn verhindert werden. Manchmal reicht es aus, die Tür einfach mal doppelt abzuschließen oder das Licht im Vorraum anzulassen – kleine Maßnahmen, die große Wirkung zeigen können.
Die jüngsten Vorfälle und die Statistiken zeigen, dass Einbrüche ein ernstes Thema sind, das uns alle betrifft. Die Polizei ruft dazu auf, Hinweise zur Ermittlung an die zentrale Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch unter Tel.: 02261/8199-0 oder per E-Mail an poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de zu geben. Gemeinsam können wir dazu beitragen, unsere Nachbarschaften sicherer zu machen.