Heute ist der 16.05.2026 und in Münster wird ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: Die Bulgarische Sonntagsschule „Jan Bibijan“ wird 15 Jahre alt. Diese Schule, gegründet im Jahr 2011 von Rumjana und Ulf Georgiew, hat sich zu einem wichtigen Anlaufpunkt für Kinder aus bulgarischen Familien in Deutschland entwickelt. Das Ziel? Den kleinen Schülern die bulgarische Sprache und Kultur näherbringen. Es ist einfach beeindruckend, wie viel Engagement und Leidenschaft in diesem Projekt stecken!

Ulf Georgiew, einer der Gründer, war selbst als Kind in der Situation, dass er nicht die Möglichkeit hatte, Bulgarisch zu lernen. Ein Versprechen, das er sich selbst gab, wollte er nun seinen eigenen Kindern erfüllen. Die Schule hat sich seit ihrer Gründung stark weiterentwickelt. Aktuell besuchen 153 Kinder die „Jan Bibijan“, die von 13 engagierten Lehrkräften unterrichtet werden. Die erste Lehrerin, Katja Gantschewa, ist von Anfang an dabei und hat über die Jahre viele Generationen von Schülern begleitet.

Ein Stück Heimat in der Ferne

Die Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Raum, in dem die bulgarische Kultur lebendig bleibt. Es wird nicht nur die Sprache unterrichtet, sondern auch Literatur, Geografie und Geschichte des Heimatlandes. Schüler können ein offizielles Zertifikat des bulgarischen Bildungsministeriums erwerben, was ihrer Bildung in Deutschland zusätzliches Gewicht verleiht. Nach der 10. Klasse haben sie sogar die Möglichkeit, die Prüfung in Bulgarisch als Muttersprache abzulegen, welche in die deutschen Abschlussnoten einfließt. Ein echter Gewinn für ihre Zukunft!

Außerdem wird die Schule seit 2016 offiziell als bulgarische Sonntagsschule im Ausland anerkannt. Das motiviert nicht nur die Schüler, sondern auch die Eltern, die oft lange Wege auf sich nehmen, um ihre Kinder zur Schule zu bringen. Ihre Unterstützung ist essenziell – ohne sie wäre das ganze Projekt nicht denkbar.

Reisen, die verbinden

Ein Highlight in der Schulgeschichte sind die Reisen nach Bulgarien, die im Rahmen des Nationalprogramms „Bulgarien – Bildungsrouten“ organisiert wurden. Im April 2025 ging es für 20 Jugendliche an die Schwarzmeerküste – ein echtes Abenteuer! Im Oktober folgte eine zweite Reise, die die Schüler zu den historischen Stätten der Bulgarischen Wiedergeburt und der nationalen Befreiungsbewegung führte. Die Berichte der Schüler über ihre Eindrücke sind durchweg positiv. Orte wie Karlowo und Kasanlak wurden besucht, und die Geschichten, die sie mit nach Hause bringen, fördern nicht nur das Wissen, sondern auch die sozialen Bindungen untereinander.

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Rumjana Georgiew hebt die Bedeutung solcher Programme hervor. Sie weiß, dass die Motivation der Schüler entscheidend ist. Die Verbindung zu ihrer Heimat und das Erleben von Kultur und Geschichte wecken das Interesse, die bulgarische Sprache zu lernen und zu schätzen. Das ist mehr als nur Unterricht – es ist eine Reise zur eigenen Identität.

Die „Jan Bibijan“ hat sich in den letzten 15 Jahren zu einem wichtigen Teil des kulturellen Lebens in Münster entwickelt. Sie ist ein Ort, an dem Traditionen gepflegt und weitergegeben werden, ein Ort, an dem Kinder nicht nur Wissen, sondern auch Gemeinschaft und Zugehörigkeit erfahren. Und das ist schließlich das, was die Schule so einzigartig macht.