Am 7. Mai 2026 hat die Region einen bedeutenden Menschen verloren. Pfarrer Hans Sanders, ein leidenschaftlicher Seelsorger und sozial engagierter Geistlicher, starb im Alter von 85 Jahren in Wildeshausen, Kreis Oldenburg. Geboren am 1. Dezember 1940, wurde er 1967 zum Priester geweiht und hinterließ ein beeindruckendes Erbe in der katholischen Gemeinschaft und darüber hinaus.

Sein Werdegang ist eine Reise durch die Herzen vieler Menschen. Bereits als Kaplan in Emstek und Delmenhorst zeigte er eine bemerkenswerte Nähe zu seinen Gemeindemitgliedern. Diese Verbindung vertiefte sich, als er von 1981 bis 1986 Diözesanpräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) war und später, von 1999 bis 2007, Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Münster. In diesen Rollen setzte er sich unermüdlich für soziale Gerechtigkeit ein und gab den Schwächsten der Gesellschaft eine Stimme.

Ein Leben für die Menschen

Sein Engagement war nicht nur theoretischer Natur. Sanders war bekannt dafür, Veränderungen aktiv zu fordern und in seinen Predigten die Belange der Menschen zu thematisieren. Er reformulierte das jahrzehntealte „Gebet der KAB“ in eine zeitgemäße Form und initiierte die Männer-Wochen, zusammen mit Hermann Hölscheidt, dem Diözesansekretär der KAB. Diese Veranstaltungen waren eine Plattform, um über wichtige Themen zu diskutieren und die Gemeinschaft zu stärken. Auch für den freien Sonntag setzte er sich leidenschaftlich ein, was 2016 zu einem Bürgerentscheid in Münster führte, bei dem über 10.000 Stimmen gesammelt wurden.

Nach seiner Zeit im Könzgen-Haus in Haltern, wo er von 2007 bis 2013 als Rektor der Heilig Geist-Kapelle tätig war, fand er in Münster eine neue Herausforderung. Ab 2009 war er Pfarrverwalter in Heilig Geist und widmete sich nach seiner Emeritierung 2014 vor allem obdachlosen Menschen. Mit großem Einfühlungsvermögen suchte er sie an Parkplätzen und in der Nähe von Discountern auf, um ihnen beizustehen und ihre Lebenssituation zu verbessern.

Ein bleibendes Vermächtnis

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Münster wird ihn als einen Menschen in Erinnerung behalten, der stets auf der Seite der Menschen war. Hermann Hölscheidt lobte ihn für seine Fähigkeit, die Sprache der Menschen zu sprechen und seine Nähe zu den Bedürftigen. „Er gab den Schwächsten der Gesellschaft eine Stimme“, so Hölscheidt. Diese Worte spiegeln das Lebenswerk von Hans Sanders wider, dessen Einfluss weit über die Grenzen der Kirche hinausging.

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Die genauen Termine für das Requiem und die Beisetzung sind noch nicht bekannt. Doch eines ist sicher: Hans Sanders hat Spuren hinterlassen, die in den Herzen der Menschen weiterleben werden. In einer Zeit, in der soziale Gerechtigkeit und menschliche Nähe oft verloren gehen, wird sein unermüdliches Engagement als Lichtstrahl in Erinnerung bleiben.