Heute ist der 24.05.2026, und die Stimmung in Mönchengladbach ist gemischt. Auf der einen Seite freuen sich die Fans auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Auf der anderen Seite gibt es aber auch ein wenig Enttäuschung, vor allem wenn man die Leistung von Giovanni Reyna betrachtet. Der talentierte US-Amerikaner, der im vergangenen Sommer für vier Millionen Euro von Borussia Dortmund zu Borussia Mönchengladbach wechselte, hat in der laufenden Saison nur viermal in der Startelf gestanden und insgesamt etwas mehr als 500 Minuten auf dem Platz verbracht. Das weckt nicht gerade die Begeisterung, die man sich erhofft hatte!
Reyna selbst hatte sich einen Wechsel erhofft, der seine Karriere wieder in Schwung bringen würde. Er sprach davon, dass „ein Wechsel notwendig war“, um regelmäßig zu spielen. Und tatsächlich fühlte er sich beim neuen Trainer in Gladbach gut aufgehoben. Doch trotz seines Potenzials hat es nicht gereicht, um sich durchzusetzen. US-Coach Mauricio Pochettino hat ihn dennoch für die WM nominiert, vermutlich aufgrund seines grundsätzlichen Leistungspotenzials. Das zeigt, dass Pochettino an Reynas Fähigkeiten glaubt. Es bleibt abzuwarten, ob Reyna seine Fitness steigern kann, um bei dem großen Turnier wirklich Einfluss zu nehmen.
Die Situation von Joe Scally
Ein weiterer Spieler, der beim Thema WM-Nominierung in den Hintergrund gedrängt wurde, ist Joe Scally, Reynas Teamkollege bei Borussia Mönchengladbach. Scally hat in der letzten Saison 35 Pflichtspiele absolviert und stand 29 Mal in der Bundesliga-Startelf, aber auch er wird nicht für die WM nominiert. Das hat er mit einem gewissen Bedauern zur Kenntnis genommen. Er weiß, wie wichtig Spielzeit für die Auswahl des Nationalteams ist und respektiert dennoch die Entscheidungen des Trainers. Scally hat 24 Länderspiele für die USA gespielt, wird aber bei der WM keine weiteren dazu bekommen.
Beide Spieler haben über die Atmosphäre im Stadion und die Unterstützung der Fans gesprochen. Scally hebt die besondere Fan-Kultur der Bundesliga hervor und denkt, dass diese positive Energie möglicherweise auch Einfluss auf die WM haben könnte. Reyna fühlt sich von der Fangemeinde in Gladbach getragen und glaubt, dass er ein Schlüsselspieler werden kann, um das Team in der Tabelle nach oben zu führen. „Ich will helfen, dass wir hoch hinauskommen“, sagte er kürzlich. Die Entwicklung des Fußballs in Amerika und der Erfolg amerikanischer Spieler in Europa sind für Reyna zusätzliche Motivation.
Ein Blick in die Zukunft
Die Nominierung von Reyna für die WM zeigt, dass Talent oft mehr zählt als aktuelle Form. Immerhin hat er in dieser Saison auf Gladbachs Scoreboard gepunktet, was ihm möglicherweise bei der Nominierung geholfen hat. Pochettino ist überzeugt, dass Reyna ein kreatives Element ins Spiel bringen kann. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob er sich in der entscheidenden Phase der Vorbereitung auf die WM wirklich durchsetzen kann. Das Aufeinandertreffen mit anderen bundesligabekannten Spielern wie Christian Pulisic, Chris Richards, Weston McKennie und Ricardo Pepi wird für die US-Nationalmannschaft von Bedeutung sein.
Was uns die kommenden Wochen bringen, bleibt spannend. Die WM steht vor der Tür, und die Hoffnungen auf eine gute Leistung der US-Mannschaft sind groß. Giovanis Reise vom BVB nach Gladbach ist noch lange nicht zu Ende. Vielleicht wird der Druck der WM ihn sogar beflügeln und ihm den nötigen Schub geben, um seine Leistung abzurufen. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Situation entwickelt und ob Reyna und Scally in naher Zukunft wieder für die Nationalmannschaft auflaufen können.
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