Heute ist der 30.05.2026 und in Mönchengladbach gibt es Neuigkeiten aus der Fußballszene, die für frischen Wind sorgen könnten. Eugen Polanski bleibt Trainer von Borussia Mönchengladbach. Die Entscheidung fiel nach dem letzten Saisonspiel gegen Hoffenheim, wo die Mannschaft mit 4:0 siegte. Ein Grund zur Freude, könnte man denken. Aber nicht nur das Ergebnis zählt, auch die Zukunft des Teams steht auf dem Spiel. Sportchef Rouven Schröder stellte klar, dass es kein „Weiter so“ geben wird. Ein Umbruch ist notwendig!
Die Umstrukturierung des Trainerstabs rund um Polanski steht also an. Es wird Zeit, die defensive Spielweise abzulegen und mutiger sowie offensiver zu agieren. Die Fünferkette und die zwei Abräumer – das ist Schnee von gestern. Stattdessen peilt man eine Umstellung auf ein 4-2-3-1 oder ein 4-3-3-System an. „Das Spielverhalten hängt nicht nur vom System ab“, weiß Polanski. Pressing, Nachrücken und Laufbereitschaft sind die Schlüssel zu einem attraktiveren Fußball, der die Fans im Borussia-Park zurückgewinnen soll.
Polanski: Der Identifikationsfigur des Vereins
Polanski, ein Kind der Stadt, hat eine hohe Identifikation mit Borussia Mönchengladbach, da er hier aufgewachsen ist und selbst für den Verein spielte. Als Interimstrainer übernahm er zunächst die Verantwortung für zwei Spiele, unter anderem gegen Bayer Leverkusen und eine Woche später gegen Eintracht Frankfurt. Diese Aufgaben sind kein Zuckerschlecken, aber der Sport-Geschäftsführer Roland Virkus sieht in Polanski ein großes Trainer-Talent. Nach der Entlassung von Gerardo Seoane hat Polanski die Chance, sich zu beweisen.
Sein Engagement ist nicht nur eine kurzfristige Lösung. Anfang 2024 verlängerte er seinen Vertrag bei Borussia Mönchengladbach. In der Regionalliga bei Gladbach II erreichte er einen Schnitt von 1,7 Punkten pro Spiel und entwickelte Talente wie Rocco Reitz und Lukas Ullrich. Seine Spielidee? Hohe Pressingintensität und schnelles Spiel nach Ballgewinnen. Polanski hat eine variable Grundformation, zuletzt nutzte er 4-4-2 oder 4-2-3-1. Komischerweise ist er kostengünstiger als externe Kandidaten, da der Verein Seoane bis 2026 weiter bezahlen muss.
Der Trainer-Markt und die Perspektiven von Gladbach
Parallel zu Polanskis interimistischer Rolle sondiert der Verein den Trainer-Markt, auf der Suche nach einer dauerhaften Lösung. Kandidaten wie Pellegrino Matarazzo, Edin Terzic und Urs Fischer stehen im Raum. Es bleibt spannend, ob Polanski sich als langfristige Lösung etablieren kann, ähnlich wie André Schubert, der 2015 auf sich aufmerksam machte. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob er die Mannschaft auf die nächste Stufe heben kann und den Fans wieder attraktiven Fußball bietet.
Die Stimmung in Mönchengladbach ist angespannt, doch die Hoffnung auf einen Neuanfang ist spürbar. Es bleibt abzuwarten, ob die Fans bald wieder im Stadion jubeln können – und vielleicht das Gefühl zurückkommt, dass alles möglich ist. Der Weg ist lang, aber die Vorfreude auf die nächste Saison wächst.