Heute ist der 3.06.2026 und die Luft in Mönchengladbach ist geladen, nicht nur durch die bevorstehenden Fußballspiele, sondern auch durch die turbulente Situation bei Borussia Mönchengladbach. Der Verein, der in den vergangenen Jahren eine Menge Höhen und Tiefen erlebt hat, sieht sich aktuell mit einem finanziellen Engpass konfrontiert. Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Minus von 2,4 Millionen Euro verzeichnet und auch für 2025 sind rote Zahlen zu erwarten. Die Mitgliederversammlung am 27. April wird wohl einige wichtige Entscheidungen bringen, und das nicht nur für die Vereinsführung.

Die Hoffnung ruht nun auf den Transfererlösen, die im kommenden Sommer möglicherweise historisch hoch ausfallen könnten. Rocco Reitz, das eigene Kind der Borussia, hat bereits für etwa 20 Millionen Euro seine Zelte bei Gladbach abgebrochen und sich RB Leipzig angeschlossen. Manche Medien berichten sogar, dass die Ablösesumme für Reitz auf 25 Millionen Euro festgelegt wurde. Ein Rekord für einen selbst ausgebildeten Spieler! Das ist schon eine ganz besondere Sache, wenn man bedenkt, dass Rocco seit seiner Geburt im Verein ist und alle Jugendmannschaften durchlaufen hat. In dieser Saison war er sogar Kapitän, nachdem Tim Kleindienst verletzt war. Man fragt sich: Wie wird das Derby gegen den 1. FC Köln am Samstag ohne ihn verlaufen?

Die Verkaufsliste wird länger

Aber Rocco ist nicht der einzige Spieler, der den Verein verlassen könnte. Torhüter Moritz Nicolas plant ebenfalls einen Abgang und könnte eine zweistellige Millionensumme einbringen. Und auch Joe Scally steht auf der Verkaufsliste – hier werden sechs bis acht Millionen Euro gehandelt. Die Liste könnte noch länger werden: Tomas Cvancara, Jonas Omlin, Fabio Chiarodia, Florian Neuhaus und Kevin Stöger sind ebenfalls potenzielle Verkaufskandidaten. Nico Elvedi könnte aufgrund seines nur noch ein Jahr laufenden Vertrags ebenfalls den Verein verlassen. Ein Gesamterlös von über 45 Millionen Euro – das wäre nicht nur ein Lichtblick, sondern auch ein neuer Rekord für den Verein, der zuletzt durch den Verkauf von Granit Xhaka im Jahr 2016 auf sich aufmerksam machte.

Natürlich sind die finanziellen Mittel eingeschränkt. Von den 20 Millionen Euro aus dem Verkauf von Rocco Reitz können nur bis zu acht Millionen Euro in neue Spieler investiert werden. Der Rest fließt in die Konsolidierung des Vereins – Gehaltskosten und das Ausgleichen der Verluste stehen an. Die sportliche Leitung arbeitet bereits an neuen Talenten. Wael Mohya, ein 17-jähriges Wunderkind mit einem Marktwert von zehn Millionen Euro, gilt als zukünftiger Star. Jens Castrop wird als möglicher Nachfolger von Rocco Reitz im zentralen Mittelfeld aufgebaut, und Hugo Bolin, 22 Jahre alt, bringt frischen Wind auf dem Flügel.

Ein Abschied voller Emotionen

Rocco selbst hat seine Entscheidung, den Verein seines Herzens zu verlassen, nicht leichtfertig getroffen. Er äußerte Verständnis für das Unverständnis der Fans und verspricht, sich in den verbleibenden Spielen voll einzusetzen. Besonders das bevorstehende Derby gegen den 1. FC Köln hat für ihn eine große Bedeutung. Es wird nicht nur das 100. Derby in der Bundesliga-Geschichte sein, sondern auch ein emotionaler Abschied für einen Spieler, der seine gesamte Jugend bei Borussia Mönchengladbach verbracht hat.

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Die kommenden Wochen werden für die Borussia entscheidend sein. Die Fans sitzen gespannt auf der Tribüne, die Atmosphäre ist angespannt, und die Hoffnung auf eine stabile finanzielle Zukunft schwebt über dem Verein. Hoffentlich kann man die Wunden heilen und mit neuen Talenten und Transfers den Weg zurück nach oben finden.