Am 13. Mai 2026 war es wieder soweit. Der vierte bundesweite Trikottag wurde gefeiert und in ganz Deutschland trugen Menschen stolz die Trikots ihrer Vereine. Ein Symbol, das die Bedeutung des organisierten Sports unterstreicht. Im Märkischen Kreis war der Tag nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Zeichen für den Breitensport, Gemeinschaft und das ehrenamtliche Engagement, das in den Sportvereinen steckt. Bettina Lugk, die SPD-Bundestagsabgeordnete, stellte klar, wie wichtig dieser Tag für die Wertschätzung der Ehrenamtlichen ist. Diese Menschen investieren unermüdlich Zeit und Energie, um das Training und die Wettkämpfe am Laufen zu halten. Respekt, Fairness und Teamgeist – das sind die Werte, die beim Sport vermittelt werden, und die sind unbezahlbar.
Die Zahlen sprechen für sich: 86.000 Vereine im gesamten Bundesgebiet fördern den Breitensport und erreichen Millionen von Menschen, unabhängig von Herkunft oder Einkommen. Die SPD hat sich deshalb dem Zukunftspakt Ehrenamt verschrieben, um das freiwillige Engagement zu stärken. Das Ziel ist klar: Bürokratie abbauen, damit sich die Engagierten wieder auf das Wesentliche konzentrieren können – den Sport! Dazu gehören auch Maßnahmen wie die Erhöhung der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale, die Verbesserungen beim Haftungsprivileg und im Gemeinnützigkeitsrecht mit sich bringen sollen. Und nicht zu vergessen: die Sportmilliarde des Bundes, die dazu verwendet wird, die Sportstätten im Breiten- und Vereinssport zu stärken.
Investitionen in die Zukunft
Ein Beispiel für die Unterstützung ist das Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten, das die Infrastruktur vor Ort modernisiert. Für das Stadtstadion Elsewiese in Plettenberg stellt der Bund beeindruckende 534.461,64 € bereit. Aber nicht nur hier wird investiert. Auch im Donau-Ries fließen Bundesfördermittel in Höhe von 6,525 Millionen Euro, um die Gesundheitsförderung durch Sport und Bewegung zu stärken. Ein wichtiger Schritt, denn die Gesundheit der Jugendlichen sollte immer im Fokus stehen.
Doch der Blick auf das Ehrenamt ist nicht nur lokal, sondern auch überregional von Bedeutung. Eine Studie zur Entwicklung des freiwilligen Engagements in Sportvereinen – die von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz durchgeführt und von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert wurde – zeigt, dass sich der Anteil der Engagierten in Sportvereinen zwischen 2014 und 2019 um fast 10 Prozent verringert hat. Umso wichtiger sind Veranstaltungen wie der Trikottag, um das Bewusstsein für die Bedeutung des Ehrenamtes zu schärfen.
Ein Blick auf die Zahlen
Jährlich engagieren sich Zehntausende bei Sport-Großveranstaltungen. Bei Events wie der UEFA Euro 2024 oder den Special Olympics World Games 2023 sind es mehr als 35.000 Freiwillige, die sich für den Sport einsetzen. Über 93% dieser Volunteers haben bereits vorher ehrenamtlich gearbeitet. Die Hauptmotive? Der Ausdruck von Werten und die Liebe zum Sport – das sind die Antriebe, die viele dazu bringen, sich zu engagieren. Komischerweise spielen extrinsische Anreize, wie kostenloses Essen, eine eher untergeordnete Rolle.
Die Ergebnisse der Studie sind aufschlussreich: 55,8% der Volunteers sind weiblich, und das Durchschnittsalter liegt bei 47 Jahren. Was uns zeigt, dass Engagement keine Altersgrenze kennt und Frauen in diesem Bereich eine wichtige Rolle spielen. Es ist an der Zeit, diese Strukturen weiter auszubauen und neue, flexible Möglichkeiten des Engagements zu schaffen. Die DSEE hat bereits Schritte unternommen, um beispielsweise mit der Volunteer Akademie für die UEFA EURO 2024 analoge und digitale Bildungsangebote zu entwickeln.
Wir stehen also an einem entscheidenden Punkt, an dem das Ehrenamt nicht nur gewürdigt, sondern auch aktiv gefördert werden muss. Die Investitionen in die Sportstätten und die Unterstützung der Ehrenamtlichen sind der Schlüssel zu einem lebendigen und aktiven Sportleben in Deutschland. Wer weiß, vielleicht wird der nächste Trikottag noch viel größer und bunter, als wir es uns jetzt vorstellen können!