Im Märkischen Kreis tut sich gerade einiges, und es ist nicht nur die frische Luft der Natur, die durch die Wälder weht. Die neueste Attraktion? Eine App namens „RoadStory“, die Geschichten zu Sehenswürdigkeiten direkt aufs Smartphone bringt. Ja, richtig gehört! Wenn man in die Nähe einer historischen Stätte oder eines Naturdenkmals kommt, fängt die App an, interessante Anekdoten und Dialoge abzuspielen. Das ist nicht nur clever, sondern auch ein echter Gewinn für alle, die sich für die Geschichte und die Kultur dieser Region interessieren.

Der Geschäftsführer des Vereins Sauerland-Tourismus, Dr. Jürgen Fischbach, hebt dabei die immense Bedeutung des Tourismus für die Region hervor. Über 50 Millionen Übernachtungen wurden im Sauerland verzeichnet, was einen Bruttoumsatz von rund 3,05 Milliarden Euro ausmacht. Es ist beeindruckend, wie die Branche nicht nur kulturelle Schätze bewahrt, sondern auch etwa 50.000 Arbeitsplätze schafft. Die „RoadStory“-App, die kostenlos für iOS- und Android-Geräte verfügbar ist, wird die Erkundung der Lüdenscheider Innenstadt—und darüber hinaus—zu einem spannenden Erlebnis machen.

Ein neues Kapitel der Kulturvermittlung

Die erste Route der App verläuft durch die Lüdenscheider Innenstadt und legt den Fokus auf die Stadtgeschichte sowie die faszinierende „Stadt des Lichts“. Das Besondere daran? Die Geschichten sind unterhaltsam aufbereitet und professionell vertont. Die kommenden Routen sind bereits in Planung und sollen nicht nur durch Städte, sondern auch entlang von Wanderwegen und Radstrecken führen. So wird der Märkische Kreis zu einem Erlebnis für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte gleichermaßen.

Die Lizenzkosten für die ersten 15 Touren belaufen sich auf etwa 5.950 Euro über zwei Jahre. Auch wenn das eine Investition ist, wird sie durch die Tourismusförderung des Märkischen Kreises unterstützt. Und das ist gut so, denn die digitale Kulturausprägung ist der Schlüssel zur Stärkung des Tourismus in der Region.

Die Lernplattform „Märkisches Sauerland“

Ein weiteres spannendes Projekt ist die geplante Lernplattform „Märkisches Sauerland“, die noch in diesem Sommer starten soll. Diese Plattform wird sich nicht nur an Beschäftigte aus dem Tourismus und der Freizeitwirtschaft richten, sondern bietet auch Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Marketing und Künstliche Intelligenz—ja, das ist kein Scherz! Ehrlich gesagt, die Vielfalt an Themen klingt ziemlich vielversprechend.

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Ein Wissensmonitor, der kürzlich durchgeführt wurde, hat 400 Betriebe angeschrieben; von diesen haben 200 Rückmeldungen gegeben. Die Erkenntnisse daraus könnten wegweisend für die Entwicklung der Lernplattform sein. Die Einrichtungskosten, einschließlich der Lizenzen, belaufen sich auf etwa 10.500 Euro, mit zusätzlichen 5.600 Euro für die Lernangebote. Das alles wurde ebenfalls durch die Tourismusförderung des Märkischen Kreises ermöglicht, was für eine positive Entwicklung der Region spricht.

Kultur und Tourismus im Fokus

Ein Antrag der UWG zur besseren Vernetzung der Kulturangebote wurde jüngst diskutiert. Barbara Dienstel-Kümper schlug vor, die Regionalkonferenz Tourismus in eine „Lebensraumkonferenz Kultur und Tourismus im Märkischen Sauerland“ umzuwandeln. Und das Erstaunliche? Alle Fraktionen stimmten dem Vorschlag einstimmig zu. Die UWG zog ihren Antrag zurück. Ein Zeichen dafür, dass die Zusammenarbeit in der Region wirklich vorangetrieben werden soll.

Die digitale Entwicklung im Tourismus ist ein Thema, das auch deutschlandweit immer wichtiger wird. Laut dem Digitalmonitor 2025 nutzen 96 % der Tourismusorganisationen Plattformen wie Facebook und Instagram, während YouTube nur von jeder zweiten Organisation bespielt wird. Neue Kanäle wie TikTok zeigen Potenzial, besonders bei jüngeren Zielgruppen. Das zeigt uns, dass die digitale Landschaft sich schnell verändert und die Region sich anpassen muss, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Fast die Hälfte der Anfragen besagt, dass weniger als 50 % der Betriebe online buchbar sind. Aber der Wille zur Veränderung ist da, und das ist das Wichtigste. Der Märkische Kreis hat die Chance, sich zu einem digitalen Vorzeigemodell zu entwickeln, und mit Initiativen wie der „RoadStory“-App und der geplanten Lernplattform stehen die Zeichen gut. In einer Zeit, in der der Tourismus nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein kultureller Ausdruck ist, könnte der Märkische Kreis bald die Bühne betreten, die ihm gebührt.

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