Die HSG Krefeld ist aus der 2. Handball-Bundesliga abgestiegen und die Enttäuschung sitzt tief. Bei ihrem letzten Auftritt in Nordhorn gab es eine bittere 28:36-Niederlage gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Das Spiel fand im Euregium vor 2147 Zuschauern statt – eine Kulisse, die für die Krefelder mehr als nur ein bisschen Rückenwind hätte liefern sollen. Aber es kam anders. Nur 100 treue Fans begleiteten die Mannschaft und mussten mitansehen, wie der Traum von der 2. Liga zerplatzte.

Trainer Mark Schmetz hatte es nicht leicht. Er konnte auf Matija Mircic und den angeschlagenen Julius Rose nicht zurückgreifen, was sich im Spielverlauf bemerkbar machte. Zu Beginn war die Partie bis zur 13. Minute (5:7) noch ausgeglichen, doch dann setzte sich Nordhorn bis zur Halbzeit auf 21:10 ab. Nicht gerade die Wende, die man sich gewünscht hätte. Schmetz wechselte munter durch, und Nachwuchskeeper Magnus Berblinger durfte sich beweisen. Er bleibt dem Verein in der kommenden Drittliga-Saison mit einer Förderlizenz erhalten.

Ein Kampfgeist, der Mut macht

Nach der Halbzeit fand Krefeld etwas zu seinem Spiel zurück. Christopher Klasmann und Cedric Marquardt erzielten drei Tore in Folge. Finn Rüspeler, der im zweiten Durchgang als Keeper glänzte, parierte neun Bälle. Das letzte Highlight war ein Kempa-Trick, bei dem Marvin Kix Lucas Schneider bediente. Das waren Momente, die Hoffnung auf die nächste Saison machen. Trotzdem bleibt die Frage: Wie geht es jetzt weiter?

Die HSG Krefeld plant eine Mannschaftsfahrt nach Mallorca. Man verbindet das Nützliche mit dem Angenehmen und wird im selben Hotel wie TuSEM Essen untergebracht sein – vielleicht eine gute Gelegenheit, um neue Kräfte zu sammeln und die Köpfe freizubekommen. Sportlicher Leiter Stefan Meler und das Trainerteam analysieren bereits die abgelaufene Saison. Sechs Spieler werden den Verein nach dem letzten Saisonspiel in Nordhorn verlassen. Doch nicht alles ist verloren.

Ein starkes Fundament für die Zukunft

Schneider und Siegler, zwei Schlüsselspieler, haben sich entschieden, langfristig bei der HSG zu bleiben. Schneider betont, wie wichtig ihm die Verbundenheit zur HSG ist und dass er zum Wiederaufstieg beitragen möchte. Auch Siegler sieht sich als wichtigen Teil der Mannschaft. Er hat trotz anderer Angebote verlängert und schätzt die Kombination aus Handball, Umfeld und beruflichen Möglichkeiten. Meler lobt beide als tragende Säulen der Mannschaft, die in der 2. Liga eine wichtige Rolle spielten.

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Der Abstieg der HSG Krefeld ist nicht das erste Mal, dass ein Team in den Abgrund gerissen wird. Ähnlich erging es dem SC DHfK Leipzig, der nach elf Jahren in der Bundesliga ebenfalls abgestiegen ist. Dort hat der Verein trotz der Negativentwicklung den Fokus auf den Wiederaufstieg gelegt. Trainer Frank Carstens plant, das Team auf die kommende Saison vorzubereiten und ist überzeugt davon, dass man aus Fehlern lernen kann. Krefeld steht vor einer ähnlichen Herausforderung. Der Verein muss die richtige Mischung aus Erfahrung und frischem Wind finden, um schnellstmöglich zurückzukehren – und die Weichen dafür sind bereits gestellt.