Heute ist der 13.06.2026 und Krefeld feiert nicht nur die Spuren seiner fliegerischen Vergangenheit, sondern auch die lebendige Gegenwart der Luftfahrt. Im Juni 1969 fand am Egelsberg in Traar ein großer Flugtag statt, der den neuen Flugplatz Krefeld-Egelsberg feierlich einweihte. Kunstflüge, Luftakrobatik und beeindruckende Hubschrauberformationen sorgten dafür, dass über 10.000 Zuschauer gebannt den Himmel beobachteten. Ein Ereignis, das vielen Krefeldern bis heute in lebhafter Erinnerung geblieben ist.

Der Flugplatz selbst hat eine spannende Geschichte. Er wurde am 1. Juni 1969 in seiner heutigen Ausdehnung eröffnet und wird von der Flugplatzgemeinschaft Krefeld-Egelsberg e. V. betrieben, die bereits 1954 gegründet wurde. Der Flugplatz ist ein Sonderlandeplatz und befindet sich im malerischen Ortsteil Traar. Die Faszination für die Luftfahrt zieht sich wie ein roter Faden durch die Jahre, beginnend mit dem ersten Flugtag nach dem Krieg, der 1953 vom Aero Club Krefeld e.V. organisiert wurde. Schon damals strömten die Menschen in Scharen, um die Kunst der Luftfahrt hautnah zu erleben.

Ein Blick zurück auf Karl Heinz Lengwenings

Einer, der diese Geschichte mit Bildern festhielt, war Karl Heinz Lengwenings. Von 1954 bis 1989 war er der Chronist der Stadt Krefeld. Ein Pressefotograf, der für die Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung und später für die Westdeutsche Zeitung arbeitete, dokumentierte nahezu jedes bedeutende Ereignis dieser Zeit. Seine Schwarz-Weiß-Negative sind nicht nur eine Dokumentation der Geschichte, sondern auch ein Fenster in die Seele der Stadt und ihrer Menschen. Lengwenings‘ Werke sind Teil des offiziellen Archivs der Stadt Krefeld und bilden die Grundlage für die Serie „Krefeld-Impressionen s/w“, die seinen fotografischen Nachlass würdigt.

Sein Talent, die Essenz von Momenten einzufangen, brachte ihm nicht nur Anerkennung in Krefeld, sondern auch überregionalen Erfolg. So arbeitete er auch für große Medien wie Stern und Bild und war als freiberuflicher Fotograf bis in die späten Jahre aktiv. Sein Archiv umfasst mehrere hunderttausend Negative und ist eine wahre Schatztruhe für die Geschichte Krefelds.

Flugtage und Feierlichkeiten

Der Flugtag am Egelsberg war nicht das einzige Highlight in der Geschichte der Krefelder Luftfahrt. Auch anlässlich des 600-jährigen Jubiläums der Stadt Krefeld wurde 1973 ein „Großflugtag“ veranstaltet, bei dem die britische Royal Air Force mit ihrer Neunerstaffel „Red Arrows“ für ein grandioses Finale sorgte. Über 50.000 Menschen erlebten diesen spektakulären Tag – ein Zeichen dafür, wie tief die Luftfahrt in der Kultur der Stadt verwurzelt ist.

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Die Tradition lebte weiter, und so fanden auch in den folgenden Jahren immer wieder Flugplatzfeste statt. Die veranstaltenden Vereine legen großen Wert auf familienfreundliche Attraktionen und ein abwechslungsreiches Programm. Zum Beispiel kamen 2005 und 2007 jeweils rund 10.000 Besucher auf den Egelsberg. Das Flugplatzfest 2009 zog sogar etwa 12.000 Zuschauer an und die internationalen Top-Teams wie die Royal Jordanian Falcons und das Iacarii Acrobatic Team sorgten für Begeisterung.

Alle diese Ereignisse – von der Eröffnung des Flugplatzes bis zu den modernen Flugplatzfesten – sind nicht nur eine Feier des Fliegens, sondern auch eine Hommage an die Menschen, die diese Leidenschaft mit Leben füllen. Der Flugplatz Krefeld-Egelsberg bleibt ein Ort, der nicht nur die Luftfahrtgeschichte der Stadt erzählt, sondern auch die Herzen der Menschen berührt, die hier zusammenkommen, um den Zauber des Fliegens zu erleben.

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