Heute ist der 8. Juni 2026 und das geschichtsträchtige Bauwerk, der Kölner Dom, steht vor einer bedeutenden Veränderung. Ab dem 1. Juli wird eine Besichtigungsgebühr für touristische Besucher eingeführt. Das hat einige Wellen geschlagen, denn bislang war der Zugang zu diesem beeindruckenden Wahrzeichen, das mit seinen gotischen Zügen und den Reliquien der Heiligen Drei Könige zu den bedeutendsten Kirchen der Welt zählt, kostenlos. Doch die wirtschaftlichen Realitäten haben auch vor dem Dom nicht Halt gemacht.

Der Zentral-Dombau-Verein (ZDV) hat seit der Ankündigung der Eintrittsgebühr am 2. Juni einen regelrechten Ansturm erlebt. Innerhalb einer Woche gingen 1.200 Mitgliedsanträge ein – normalerweise sind es etwa 20 pro Woche. Barbara Schock-Werner, die Präsidentin des ZDV, vermutet, dass viele Menschen versuchen, die kommende Gebühr zu umgehen, indem sie dem Verein beitreten. Denn für ZDV-Mitglieder fallen keine Kosten an, um den Dom zu besuchen. Der Mindestbeitrag für die Mitgliedschaft beträgt 20 Euro pro Jahr. Ein kleiner Preis, wenn man bedenkt, dass ab dem 1. Juli der Eintritt für Touristen 12 Euro kosten wird.

Besuchergruppen und Vergünstigungen

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Gottesdienstbesucher, Betende, Kinder bis 13 Jahre und Menschen mit Schwerbehinderung dürfen weiterhin kostenlos eintreten. Zudem gibt es für ältere Schulkinder, Auszubildende und Inhaber eines Sozialpasses aus Nordrhein-Westfalen vergünstigte Tickets für 6 Euro. Das ist zumindest ein kleiner Trost in dieser Zeit, in der der Kölner Dom, der 1248 mit dem Grundstein für den gotischen Neubau begann, auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist, um die Erhaltungskosten zu decken.

Immerhin hat der ZDV aktuell rund 22.700 Mitglieder, benötigt jedoch etwa 50.000, um die laufenden Kosten zu sichern. Ein Jahresbeitrag von 50 Euro pro Mitglied würde zusammen mit den Zuschüssen des Landes Nordrhein-Westfalen helfen, die finanziellen Belastungen zu stemmen. Dompropst Guido Assmann hat die wirtschaftlichen Gründe für die Einführung des Eintrittsgeldes deutlich angesprochen: Der Kölner Dom verursacht seit Jahren höhere Kosten als Einnahmen – ein Umstand, der nicht länger ignoriert werden kann.

Die Schätze des Doms

Der Kölner Dom ist nicht nur die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Deutschland, sondern beherbergt auch die kostbaren Reliquien der Heiligen Drei Könige, die im Jahr 1164 nach Köln gebracht wurden. Ein Besuch ist also mehr als nur eine Besichtigung – es ist ein Eintauchen in die Geschichte und Spiritualität eines Ortes, der seit Jahrhunderten Gläubige und Touristen anzieht. Die Besichtigungszeiten sind klar geregelt: Montag bis Samstag von 10:00 Uhr bis 17:45 Uhr, am Sonntag und kirchlichen Feiertagen von 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr.

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Online-Tickets sind ab dem 15. Juni 2026 erhältlich, was hoffentlich den Andrang an der neuen Ticketkasse im ehemaligen Kösel-Ladenlokal am Roncalliplatz 2 etwas entzerren wird. Eine interessante Entwicklung für einen Ort, der immer wieder im Mittelpunkt des Interesses steht. Und das nicht nur wegen seiner beeindruckenden Architektur, sondern auch wegen der bewegten Geschichte, die er erzählt, vom Grundstein 1248 bis hin zu den Baustopps und Geldknappheiten, die die Arbeiten immer wieder behinderten.