Am vergangenen Wochenende erlebte Köln ein ganz besonderes Glaubensfestival. Unter dem Motto „Die Eucharistie als Quelle unserer Einheit“ fand das Event „Kommt & seht“ statt, das nicht nur die Herzen der Teilnehmer berührte, sondern auch für einige heitere Momente sorgte. Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sorgte während eines Gottesdienstes für Gelächter, als er Weihbischof Florian Wörner versehentlich mit dem Fußballnationalspieler Florian Wirtz verwechselte. Die Anwesenden, darunter auch einige Bischöfe, konnten sich ein Lachen nicht verkneifen, und selbst Wörner fand die Verwechslung amüsant. „Das hat das Eis gebrochen“, meinte er schmunzelnd.

Woelki erklärte in einer kurzen Doku für den katholischen Fernsehsender „K-TV“, dass ihm dieser Fauxpas aufgrund seines „kölschen Herzens“ passierte. Man kann nur erahnen, wie viele emotionale Verwicklungen in einem solchen Moment aufblitzen – zwischen der tiefen Verbundenheit zum Glauben und der Leidenschaft für den Fußball. Der Kardinal selbst ist ein großer Fan des 1. FC Köln, und natürlich auch von Florian Wirtz, der in seiner Heimatstadt ausgebildet wurde und mittlerweile für Bayer 04 Leverkusen auf dem Platz steht.

Ein Fest des Glaubens

Das Glaubensfestival „Kommt & seht“ fand bereits zum zweiten Mal statt und versammelte etwa 2.500 Besucher, die in Workshops, Vorträgen und Gebetszeiten ihren katholischen Glauben vertiefen konnten. Die nächste Veranstaltung plant das Erzbistum Köln für das Wochenende von Fronleichnam Ende Mai 2024, und Anmeldungen sind bereits möglich. Das Festival stellt einen Auftakt zur Vorbereitung auf das Jubiläum 2029 dar, das die erste Fronleichnamsprozession in Köln feiert. Woelki sieht die Erneuerung des Glaubens als eine wichtige Herausforderung und betont die Notwendigkeit, ein Netzwerk von Glaubensveranstaltungen zu schaffen, um die Menschen vor Ort zu erreichen.

Die Eröffnungsveranstaltung fand mit einer Fronleichnamsmesse auf dem Roncalliplatz und einer anschließenden Prozession statt. Teilnehmer hatten die Möglichkeit, an Keynotes, Podiumsgesprächen und intensiven Workshops teilzunehmen. Themen wie die Bedeutung von Freundschaft und die Eucharistie als Sakrament der Freundschaft wurden ausführlich behandelt, unter anderem von Pfarrer Dr. Tobias Schwaderlapp. Die Botschaft war klar: Gottesdienste und Anbetung sollen den Alltag beeinflussen und eine Orientierung im Glauben bieten.

Ein Blick in die Zukunft

Kardinal Woelki zeigte sich beeindruckt von der Offenheit der jungen Menschen, die sich aktiv am Gottesdienst und der Anbetung beteiligten. „Junge Menschen suchen nach Identität und Sinn in ihrem Leben“, erklärte er. Das Glaubensfest in Köln bietet eine Plattform, um diese Fragen zu diskutieren und den Glauben zu feiern. Woelki kündigte an, dass das Festival auch im nächsten Jahr stattfinden wird – vom 4. bis 7. Juni 2026. Es wird interessant zu sehen, welche Themen und Impulse dann die Teilnehmer begeistern werden.

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Die Verwechslung zwischen Wörner und Wirtz bleibt als witziger Moment in Erinnerung, der die Lebendigkeit des Glaubensfestes widerspiegelt. So wird Köln nicht nur zur Hochburg des Fußballs, sondern auch zu einem Ort, an dem der Glaube mit Freude und Humor gelebt wird. Und vielleicht stehen beim nächsten Mal auch ein paar mehr Fußballer in den Bänken – wer weiß das schon? Ein Aufeinandertreffen von Sport und Spiritualität könnte ja auch ganz charmant sein!