In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat ein verheerender Brand in Köln-Bickendorf für Fassungslosigkeit gesorgt. Die Werkstatt, die als Hauptquartier der ultrastarken Fangruppierung „Wilde Horde“ dient, wurde vollständig zerstört. Es muss ein schrecklicher Moment gewesen sein, als die Mitglieder auf dem Weg zum Spiel des 1. FC Köln vom Feuer erfuhren. Sie kehrten um, doch der Schaden war bereits angerichtet. Die geschätzten Kosten für die Wiederherstellung belaufen sich auf etwa 50.000 bis 70.000 Euro. Allein die komplette Inneneinrichtung und die Heizungsanlage sind den Flammen zum Opfer gefallen.
Das Gebäude, das seit 2011 gemietet wurde, gilt nun als einsturzgefährdet. Ein Statiker wurde hinzugezogen, um die Lage zu beurteilen. Traurigerweise sind auch zahlreiche Erinnerungsstücke verloren gegangen – Fotos, Videos, Banner, Fahnen und Spruchbänder, die über die letzten 30 Jahre gesammelt wurden. Dazu gesellte sich der Spott des Erzfeindes Borussia Mönchengladbach, der mit einem provokanten Banner nachlegte. Doch inmitten dieser Tragödie zeigt sich die Solidarität der FC-Fans. Sie haben eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um beim Wiederaufbau zu helfen.
Solidarität in der Not
Die Gofundme-Seite wurde schnell ins Leben gerufen und erfreute sich großer Resonanz. Bis kurz vor Mitternacht wurden fast 15.000 Euro gesammelt – ein echter Lichtblick! Spender wie Thomas Kessler, der Ersatztorwart des FC, und Wilke Stroman haben mit jeweils 1.948 Euro die höchste Einzelspende geleistet. Und das ist noch nicht alles: Bis Sonntagabend um 22 Uhr waren es bereits über 80.000 Euro! Matthias Köbbing, ebenfalls vom FC, hat mit 2.500 Euro die Top-Spende geleistet. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Gemeinschaft zusammenkommt, um in schwierigen Zeiten zu helfen.
Der Brand brach am Samstagmorgen aus, und die WarnApp Nina wurde aktiviert, um die Bürger zu warnen. Die Rauchgasentwicklung war so stark, dass sie nicht nur die Feuerwehr alarmierte, sondern auch die Anwohner in Aufregung versetzte. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen, wobei die Ursache des Feuers noch unklar ist. Es wird jedoch vermutet, dass Schweißarbeiten in der Werkstatt eine Rolle gespielt haben. Ein Glück, dass kein Mensch ernsthaft verletzt wurde – nur eine Person erlitt eine leichte Verletzung, während ein Hund glücklicherweise unverletzt gerettet werden konnte.
Ein neuer Anfang?
Die „Wilde Horde“ hat in der Kölner Fanszene einen festen Platz. Ihr Hauptquartier war nicht nur ein Ort, um Erinnerungen zu sammeln, sondern auch ein Treffpunkt für Gleichgesinnte. Die Zerstörung hat eine Lücke hinterlassen, die nicht leicht zu schließen sein wird. Doch die gemeinsamen Spendenaktionen zeigen, dass die Leidenschaft für den 1. FC Köln und die Unterstützung unter Fans stark sind. Es ist ein Zeichen, dass die Gemeinschaft zusammensteht, egal wie schwierig die Umstände sind. Vielleicht wird dieser Brand letztlich nicht nur als Verlust, sondern auch als Wendepunkt in die Geschichte eingehen – ein Neuanfang für die „Wilde Horde“.