Heute ist der 16.05.2026, und im Hochsauerlandkreis gibt es Anlass zur Sorge. Die St. Johannes-Schützenbruderschaft Neheim hat eine bemerkenswerte Aufklärungskampagne ins Leben gerufen, die sich gegen K.-o.-Substanzen richtet. In den letzten zwölf Monaten wurden im Stadtgebiet erschreckende 30 Fälle gemeldet. Das ist definitiv ein Thema, das uns alle angeht, nicht nur Frauen. Rolf Christoph Haase von der Schützenbruderschaft betont, dass viele dieser Substanzen farb- und geruchlos sind und zu ernsthaften Bewusstseinsstörungen führen können.

Die Kampagne wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen durchgeführt, darunter das St. Ursula Gymnasium, das Kinder- und Jugendzentrum KiJu Neheim, die Frauenberatung Arnsberg und das Alexianer-Klinikum Hochsauerland. Das Ziel? Aufklärung, Aufmerksamkeit und Zivilcourage fördern. Um dies zu erreichen, werden 2000 Bierdeckel mit wichtigen Hinweisen sowie 1000 „Korkies“ zur Flaschensicherung verteilt. Wer aufpasst, kann sich und andere schützen – eine einfache, aber effektive Maßnahme!

Ein ernstes Thema

Mavie Rüther von der Jugendkompanie und Schulleiter Bertin Kotthoff heben die Wichtigkeit dieser Initiative hervor. In einer Umfrage unter 40 Schülern gaben 7 an, schon einmal Erfahrungen im Umfeld von K.-o.-Substanzen gemacht zu haben. Das ist eine alarmierende Zahl! Es zeigt, dass diese Gefahr nicht nur theoretisch ist, sondern leider in unserem Alltag präsent ist. Bei der bevorstehenden Schützenfest-Saison werden Sicherheitsmaßnahmen getroffen: Zwar gibt es keine systematischen Taschenkontrollen, aber sensibilisierte Security und informierte Thekenmitarbeiter sollen für ein sicheres Festumfeld sorgen.

Und es kommt noch besser: Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der härtere Strafen für Vergewaltigungen oder Raub unter Einsatz von K.-o.-Substanzen vorsieht. Künftig soll die Strafe mindestens fünf Jahre Haft betragen. Das muss jetzt noch vom Bundestag behandelt werden, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung!

Hilfe für Betroffene

Ein besonders wichtiger Punkt ist die Möglichkeit der anonymisierten Spurensicherung für Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind. Es ist unerlässlich, dass Betroffene wissen, dass sie Unterstützung finden können. Die Kampagne möchte Sicherheit schaffen und gleichzeitig die Freude am Feiern erhalten. Wir alle möchten unbeschwert feiern können, ohne Angst vor solchen Gefahren haben zu müssen.

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Die Initiative der St. Johannes-Schützenbruderschaft Neheim ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Gemeinschaften zusammenarbeiten können, um auf ein drängendes Problem aufmerksam zu machen. Es ist wichtig, dass wir uns alle aktiv an der Aufklärung beteiligen und nicht wegsehen. Letztlich sind wir alle Teil dieser Gesellschaft, und es liegt an uns, sie sicherer zu machen.