In der Westpress-Arena war am vergangenen Wochenende die Hölle los. Das Spiel zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und dem TV Emsdetten versprach nicht nur die üblichen Emotionen, sondern war auch ein echtes Schlager-Duell. Vor ausverkauftem Haus, die Stimmung war elektrisierend! Leider endete der Abend für die Hammer mit einer herben Niederlage: 32:35 (17:18) hieß es am Ende. Das bedeutete für den ASV, dass die Entscheidung um den Einzug in die Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga auf die letzte Runde vertagt wurde.
Die Emsdettener waren bereits als Meister festgestanden und zeigten von Beginn an, dass sie ihre Feierlichkeiten mit einem überzeugenden Auftritt krönen wollten. Die ersten Minuten gehörten klar den Gästen, die schnell mit 7:4 in Führung gingen. Der ASV hatte zwar einige angeschlagene Spieler im Kader, doch alle waren bereit, ihren Teil zum Kampf beizutragen, abgesehen von den Langzeitverletzten. Der Druck war spürbar – das Team brauchte unbedingt einen Punkt im letzten Spiel gegen Team HandbALL Lippe II, um nicht auf der Strecke zu bleiben.
Ein spannendes Hin und Her
Die Gäste aus Emsdetten agierten stark, vor allem Andre Meuser, Robin Jansen und Eric Damböck trafen früh und oft. Im ersten Durchgang war der ASV nur einmal in Führung, und das war ganz zu Beginn. Doch ein bemerkenswerter 4:0-Lauf vor der Halbzeit brachte Hamm zurück ins Spiel, sodass man mit einem knappen Rückstand von 17:18 in die Kabine ging. Die Fans, die in der Halle für eine großartige Atmosphäre sorgten, waren optimistisch. Doch die zweite Halbzeit hielt einige Überraschungen bereit.
Wie aus dem Nichts glich der ASV durch Gabrielsson zum 19:19 aus, und die Halle bebte! Lucas Firnhaber katapultierte Hamm dann sogar mit 22:21 in Führung – die erste seit dem 1:0. Der ASV schien den Schwung, die Fans jubelten, aber die Freude währte nicht lange. Emsdetten, clever und besonnen, fand immer wieder Lösungen und gab die Kontrolle nicht aus der Hand. In einer schwierigen Phase gelang es Hamm sieben Minuten lang nicht, ein Tor zu erzielen. Die Emsdettener hingegen trafen in entscheidenden Momenten, und Damböck stellte schließlich mit seinem Treffer zum 35:30 eineinhalb Minuten vor dem Ende die Weichen auf Sieg.
Der Blick nach vorn
Die Niederlage ist ein Rückschlag für den ASV Hamm-Westfalen, der weiterhin im Kampf um die Aufstiegsrunde steckt. Vor dem letzten Spieltag ist klar: Ein Punkt gegen Team HandbALL Lippe II muss her, sonst bleibt der Aufstieg ein unerfüllter Traum. Der Druck, das alles noch zu schaffen, ist enorm. Die drei Letztplatzierten jeder Staffel steigen ab, und nur die besten zwei Teams aus der Aufstiegsrunde dürfen sich auf einen Platz in der 2. Handball-Bundesliga freuen.
Die Fans können nur hoffen, dass das Team aus Hamm den Kampfgeist, den Trainer Jamal Naji so lobte, auch im entscheidenden Spiel zeigt. Es bleibt spannend, und die Vorfreude auf das letzte Spiel ist greifbar. Der Handball hat in Hamm noch nicht ausgedient – und die Möglichkeit, alles zu entscheiden, bleibt bis zur letzten Sekunde.