Rhynern im Wandel: Gemeinsam für eine generationenfreundliche Zukunft
Heute ist der 14.06.2026 und in Hamm, genauer gesagt im Stadtteil Rhynern, gibt es einen spürbaren demografischen Wandel. Die Zahlen sind bemerkenswert: Im Jahr 2025 kamen auf 100 Erwerbstätige stolze 45 Menschen über 65 Jahre. Das ist kein kleiner Trend, das ist ein deutliches Zeichen. Man könnte fast sagen, die Senioren sind hier in der Überzahl. Was bedeutet das für das Miteinander im Stadtteil? Genau, Handlungsbedarf ist angesagt! Die Stadtteilarbeit hat bereits reagiert und ein neues Konzept ausgearbeitet, um das lokale Engagement zu bündeln und transparenter zu gestalten. Ein wichtiger Schritt, um allen Generationen – jung und alt – eine Stimme zu geben und sich gegenseitig zu unterstützen.
Die Herausforderungen sind vielfältig. Besonders in der generationenübergreifenden Arbeit und bei der Förderung sozialer Teilhabe für ältere Menschen wird der Druck größer. Die Vision ist klar: Ein harmonisches Miteinander im Stadtteil, eine stärkere Einbindung der Bürger, mehr Transparenz und Effizienz in der Stadtteilarbeit. Rhynern, das nicht nur aus Rhynern-Mitte besteht, sondern auch Westtünnen, Berge und zahlreiche kleinere Ortsteile wie Allen/Unterallen und Caldenhof umfasst, hat mit seinen 59,2 Quadratkilometern die größte Fläche in Hamm, aber auch die dünnste Besiedlung. Hier ist viel Platz für Grün- und Ackerland – ganze 70% der Fläche! Ein dörfliches Flair, das die Menschen zusammenbringt.
Ein Ort der Begegnung
Die dörfliche Struktur und die ausgeprägte Vereinslandschaft sind der Kitt, der die Gemeinschaft zusammenhält. Geplant ist ein Bürgerpark Papenloh, der nicht nur Naherholung bieten, sondern auch als Treffpunkt fungieren soll. Hier könnten Nachbarn ins Gespräch kommen, alte Freundschaften auffrischen oder neue Bekanntschaften schließen. Das ist es, was Rhynern braucht – Orte, an denen man sich begegnen kann, wo das Miteinander gefördert wird. Bildungs- und Betreuungsangebote sind ebenfalls gut aufgestellt: Mit 11 Kitas, 3 Grundschulen und weiteren Bildungseinrichtungen hat die Stadt viel zu bieten. Doch wie schaut es mit der Verkehrsanbindung aus? Hier gibt es noch Luft nach oben. Der Haltepunkt in Westtünnen ist zwar praktisch, aber der geplante Ausbau der A445 lässt auf sich warten.
Die Bevölkerungszahlen zeigen eine interessante Entwicklung. 2025 lebten in Rhynern 18.043 Menschen, ein Rückgang im Vergleich zu 2023 mit 18.361 Einwohnern. Der Altenquotient liegt bei 45,4% – und das ist schon deutlich über dem stadtweiten Durchschnitt von 37,5%. Im Gegensatz dazu ist der Jugendquotient mit 31,8% unterdurchschnittlich. Auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund bleibt stabil bei etwa 20%. Die Haushaltsstruktur weist 8.459 Haushalte auf, darunter 1.685 mit Kindern. Ein Rückgang der Haushalte mit mehreren Kindern ist zu beobachten, während die Zahl der alleinerziehenden Haushalte bei rund 274 konstant bleibt. Die Arbeitslosenquote ist mit 2,9% erfreulicherweise unter dem stadtweiten Durchschnitt von 7,1%. Das gibt Hoffnung, besonders wenn man die Kinderarmutsquote von 3,2% betrachtet – die ist unverändert und liegt weit unter dem stadtweiten Schnitt von 15,5%.
Schwerpunkte für die Zukunft
Die Stadtteilarbeit hat sich für 2026 einige Schwerpunkte gesetzt. Gesundheit steht ganz oben auf der Liste. Veranstaltungen und Informationsangebote sollen die Menschen sensibilisieren und zur Teilnahme anregen. Geplant ist auch eine Stadtteilkonferenz zum Thema Gesundheit – ein wichtiges Thema für alle Altersgruppen. Was den Familienalltag und das intergenerative Miteinander betrifft, sollen spezifische Angebote und Ausflüge den Austausch zwischen den Generationen fördern. Mehrgenerationentreffpunkte sollen identifiziert und ausgebaut werden, damit jeder seinen Platz findet.
In dieser dynamischen Umgebung sind zahlreiche Akteure aktiv. Von der Stadtteilkoordination über die offene Kinder- und Jugendarbeit bis hin zu lokalen Vereinen – alle ziehen an einem Strang. Auch die Fachstelle Leben im Alter und die altengerechte Quartiersentwicklung sind wichtige Partner, um die Lebensqualität im Stadtteil zu steigern. Das Engagement der Bürger ist spürbar; es ist an der Zeit, diese Energie zu bündeln und in konstruktive Bahnen zu lenken.
Rhynern hat das Potenzial, ein lebendiger Ort für alle Generationen zu sein. Die Herausforderungen sind da, aber mit einem starken Gemeinschaftssinn und dem Willen zur Veränderung könnten die kommenden Jahre für diesen Stadtteil von großer Bedeutung sein. Hier wird nicht nur dem Alter Rechnung getragen, sondern auch der Zukunft. Und das ist doch ein guter Grund, um optimistisch zu sein!
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