Am 22. Juni 2026 war es endlich so weit: Die neuen Thurgauer Staatsweine wurden gekürt! Ein Ereignis, das nicht nur die Weinliebhaber im Kanton aufhorchen ließ. Die Auszeichnung für den besten Weisswein ging an den Sauvignon Blanc des Weinguts Schmid aus Schlattingen. Und der Rotwein? Der Pinot Noir der Familie Hagen aus Wilen bei Neunforn machte das Rennen. Ein herzlicher Glückwunsch an die beiden Gewinner!

Regierungsrat Walter Schönholzer, der bei der Veranstaltung anwesend war, brachte es auf den Punkt: Thurgau hatte bislang keinen Staatswein, während andere Kantone bereits auf ihre prestigeträchtigen Tropfen verweisen konnten. Das sollte sich nun ändern. Vor vier Jahren wurde das Projekt „Thurgauer Staatsweine“ in Zusammenarbeit mit dem Branchenverband Thurgau Weine ins Leben gerufen. Mit 32 eingereichten Weinen, die von einer Fachjury in die engere Auswahl gebracht wurden, war die Konkurrenz groß. Letztendlich wählte eine elfköpfige Finaljury, zu der auch der Spitzenschwinger Domenic Schneider gehörte, die besten drei Weiss- und Rotweine aus.

Ein Fest für die Sinne

Ein ganz besonderes Highlight war die öffentliche Degustation, die es den Weinliebhabern ermöglichte, die Finalisten direkt zu probieren. Das war eine Premiere und kam bei den Besuchern bestens an. Nina Wägeli, die Präsidentin des Branchenverbands Thurgau Weine, betonte die enorme Vielfalt der Thurgauer Weine, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen haben. Bei den Weissweinen durften nur spezielle Sorten wie pilzresistente Varianten und Cuvées eingereicht werden. Den dritten Platz bei den Weissweinen belegte der Savagnin Blanc von Füllemann Wein aus Berlingen, gefolgt vom Pinot Blanc Barrique von Schloss Herdern auf Platz zwei.

Es ist schon spannend zu sehen, wie sich die Weinlandschaft in Thurgau entwickelt. Im vergangenen Jahr wurde zum ersten Mal ein Thurgauer Staatswein gekürt – damals war es der Engelwy Divico 2021 in der Kategorie „rote Spezialitäten“. In diesem Jahr wurden 33 Weine in den Kategorien „weisse Spezialitäten“ und „Pinot Noir“ eingereicht. Der Wettbewerb folgt einem zweistufigen Auswahlverfahren. In der ersten Runde bewertete eine Fachjury die Weine, bevor die besten in die Finalrunde kamen. Die Juroren, darunter auch bekannte Gesichter aus Gastronomie und Politik, hatten die Qual der Wahl und wogen Qualität, Geschmack und Einzigartigkeit gegeneinander ab.

Tradition trifft Innovation

Die Finalrunde selbst fand am 17. Juni statt und stellte die Weine erneut auf die Probe. Unter den Juroren waren unter anderem Regierungsratspräsident Walter Schönholzer und Nationalrätin Kris Vietze. Der Engelwy Sauvignon Blanc 2023 erreichte den zweiten Platz in der Kategorie „weisse Spezialitäten“. Die Auszeichnung wird als Bestätigung der Qualität und des Charakters des Weins angesehen. Die Gewinner in beiden Kategorien waren das Weingut Burkhart und das Weingut Schmid. Es ist erfreulich zu sehen, dass solche Wettbewerbe nicht nur die Qualität fördern, sondern auch den Austausch im Thurgauer Weinbau ankurbeln.

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Die Flächenstatistik von Obstanlagen und die Weinstatistik des Bundesamts für Landwirtschaft zeigen, wie wichtig der Weinbau für die Region ist. Die Erhebung der Rebfläche und der Produktionszahlen trägt dazu bei, Entscheidungen in der ökologischen und wirtschaftlichen Landwirtschaft zu treffen. Die Weine aus Thurgau sind also nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch ein wichtiger Teil der regionalen Identität und Wirtschaft.

Es bleibt zu hoffen, dass die Thurgauer Weine weiterhin so viel Aufmerksamkeit erhalten und uns mit ihren einzigartigen Geschmäckern begeistern. Vielleicht gibt es ja bald noch mehr Staatsweine, die uns zum Schmunzeln und Genießen einladen. Prost!

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