Am 1. Mai 2026 ist es offiziell: Sabine Seeburger-Schranz kehrt als Springreferentin zum Österreichischen Pferdesportverband (OEPS) zurück. Dieses Comeback erfolgt nur einen Tag nach der Wahl eines neuen Präsidiums, das den ersten offenen Posten umgehend besetzte. Seeburger-Schranz, die bereits von Dezember 2021 bis August 2022 in dieser Position tätig war, bringt eine Fülle an Erfahrung mit. Ihr früherer Rücktritt war von Kritik an der damaligen Verbandsführung begleitet, doch nun sieht die Pferdesportgemeinschaft in ihr eine engagierte Ansprechpartnerin.

Als ehemalige Casino Grand Prix-Gesamtsiegerin und aktuelle Veranstalterin des AlpenSpan Grand Prix in Lassee (NÖ) weiß Seeburger-Schranz, wie der Hase läuft. Sie hat ihre Tätigkeit bereits aufgenommen und erste inhaltliche Schwerpunkte definiert, die den Fokus auf die Nachwuchsförderung legen. Dazu gehört die Erstellung eines umfassenden Konzepts sowie ein regelmäßiger Austausch mit Athleten und deren Eltern, um eine transparente Informationsweitergabe zu gewährleisten.

Neuer Wind im Springreiten

Ein zentraler Punkt ihrer Agenda ist die Ankündigung einer sportpolitischen Initiative zur Anpassung des Qualifikationssystems. Ziel ist es, den Reitern mehr Selbstbestimmung zu ermöglichen, wann und mit welchem Pferd sie an internationalen Turnieren teilnehmen möchten. Die bisherige Zwei-Ergebnis-Regel soll fallen, und die Anpassungen werden dem Präsidium zeitnah vorgelegt. Seeburger-Schranz betont die Wichtigkeit einer engen Kommunikation mit den neun Landesspringreferenten, die künftig stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden sollen. Das Direktorium hat bereits signalisiert, dass es die Umsetzung von Schranz‘ Anliegen und Konzepten aktiv unterstützen wird.

Die Abwahl von Langzeit-Präsidentin Elisabeth Max-Theurer und ihrem Team hat einen neuen Kurs im Verband ermöglicht und die Konflikte, die zuvor bestanden, beendet. Dies schafft Raum für frische Ideen und eine positive Entwicklung im österreichischen Pferdesport. Seeburger-Schranz ist überzeugt, dass ihre Rückkehr und die Neuausrichtung des Verbands zu einer Stärkung des Springreitens in Österreich führen werden.

Historische Wurzeln des Pferdesports

Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie tief die Wurzeln des Pferdesports in der österreichischen Kultur verankert sind. Nach dem Ersten Weltkrieg legte Gustav Rau ein Programm zur Rettung der deutschen Pferdezucht und Reiterei vor, das die Gründung ländlicher Reit- und Fahrvereine zum Ziel hatte. Diese Initiative war nicht nur eine Antwort auf die kriegsbedingten Herausforderungen, sondern auch ein Versuch, die Bauern für die Pferdezucht und den Pferdesport zu begeistern.

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Die Gründung ländlicher Vereine, unterstützt vom Landwirtschaftsministerium, begann in der Steiermark und weitete sich auf andere Bundesländer aus. 1958 kam es zum Zusammenschluss zur Arbeitsgemeinschaft der Ländlichen Reiter und Fahrer in Österreich, was die Basis für die Entwicklung des Pferdesports in der Region legte.

In Anbetracht dieser historischen Kontexte und der neuen Initiativen unter Sabine Seeburger-Schranz bleibt abzuwarten, wie sich der Pferdesport in Österreich weiterentwickeln wird. Eines ist sicher: Die Rückkehr von Seeburger-Schranz bringt frischen Wind und neue Perspektiven in die Szene.