Heute ist der 22. Mai 2026. Ein Tag, der in Oslo von Trauer und Emotionen geprägt ist. König Harald (89) und Königin Sonja (88) haben sich entschieden, ihrer Freundschaft mit Stein Erik Hagen die letzte Ehre zu erweisen. Der milliardenschwere Unternehmer, der am 4. Mai 2026 im Alter von 69 Jahren an einem Herzstillstand starb, hinterlässt nicht nur ein großes Vermögen, sondern auch eine Lücke im Herzen der norwegischen Königsfamilie.
Die Beisetzung fand in der Osloer Domkirche statt, und die Atmosphäre war schwer von trauernden Gesichtern. Viele Menschen mussten sich außerhalb der Kirche versammeln, um der Zeremonie beizuwohnen. König Harald, der die Trauer kaum verbergen konnte, wurde von einem trauernden Gast umarmt und konnte seine Tränen nicht zurückhalten. Auch Königin Sonja und Prinzessin Märtha Louise (54) waren sichtlich betroffen. Es war ein bewegender Moment, der die enge Verbindung zwischen Hagen und der Familie unterstrich.
Eine jahrzehntelange Freundschaft
Die Freundschaft zwischen König Harald und Stein Erik Hagen war über viele Jahre gewachsen, geprägt von gemeinsamen Jagdreisen und unzähligen Treffen. Man könnte sagen, es war eine Verbindung, die viel tiefer ging als nur die üblichen höfischen Beziehungen. Es war eine echte Freundschaft – eine, die auch in den schwierigsten Zeiten Bestand hatte. Bei Hagen, der erst im November 2025 seinen Ehemann Bendik Skinningsrud geheiratet hatte, war dieser Freundeskreis von großer Bedeutung. Davor war er bis 2012 mit Mille-Marie Treschow verheiratet und hatte 2015 sein Coming-out gefeiert. Eine beeindruckende Reise, die nicht ohne Herausforderungen war.
Prinzessin Märtha Louise hatte eine besondere Verbindung zu Hagen, die bis ins Jahr 1998 zurückreichte, als er ihr ein Pferd finanzierte. Diese persönliche Bindung macht den Verlust umso schmerzlicher. Vor dem Tod von Hagen gab es zudem Sorgen um den Gesundheitszustand von Königin Sonja, die wegen Vorhofflimmerns bereits Termine absagen musste. Es ist bemerkenswert, wie die Schicksale der Menschen hier zusammenlaufen – in Freude, aber auch in Trauer.
Ein würdiger Abschied
Die Trauerfeier strahlte eine gewisse Würde aus, die dem Andenken an Stein Erik Hagen gerecht wurde. In der Kirche, die mit Blumen geschmückt war, fanden viele Menschen zusammen, um ihre letzten Respekte zu zollen. Die Emotionen waren greifbar, und die Stille, die manchmal nur von leisen Schluchzern unterbrochen wurde, sprach Bände. Man konnte förmlich spüren, wie die Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse und die Liebe zu einem besonderen Menschen durch die Luft schwebten.
Obwohl das Leben der Royals oft im Rampenlicht steht, zeigt sich hier eine menschliche Seite – die Trauer um einen Freund, die den Glanz des königlichen Lebens in den Hintergrund drängt. Es sind diese Momente, die uns ins Gedächtnis rufen, dass selbst hohe Würdenträger nicht von Verlust und Schmerz verschont bleiben.