Brustzentrum Hagen erhält Zertifizierung und stärkt onkologische Versorgung in der Region
Ein großer Schritt für die onkologische Versorgung in Hagen: Das Brustzentrum am Agaplesion Klinikum Hagen hat die Zertifizierung von der Ärztekammer Westfalen-Lippe erhalten. Das bedeutet eine neue Ära für die Behandlung von Brustkrebspatientinnen in der Region. Das Hagener Krankenhaus wird nun Teil des Märkischen Brustzentrums und ergänzt damit das Netzwerk, das bereits das Klinikum Lüdenscheid und das Marienkrankenhaus Schwerte umfasst. Ziel dieser Kooperation? Eine qualitätsgesicherte Behandlung über mehrere Standorte hinweg. Wenn man bedenkt, dass Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland ist, mit rund 70.000 Diagnosen pro Jahr, wird die Bedeutung dieser Auszeichnung umso klarer.
Die Zertifizierung bestätigt, dass die medizinischen Abläufe, Diagnostik, Therapie und Nachsorge den hohen fachlichen Anforderungen entsprechen. Dr. Nurhayat Yurtcu, die leitende Oberärztin, hebt die Leistungsfähigkeit der strukturierten Abläufe und die interdisziplinäre Zusammenarbeit hervor. Und das ist nicht ohne Grund: Das Brustzentrum in Hagen wurde bereits 2007 gegründet und war über 13 Jahre hinweg kontinuierlich zertifiziert. Die erneute Anerkennung, die im Mai 2026 im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Märkischen Brustzentrum erfolgte, zeigt, dass hier ganz offensichtlich auf einem soliden Fundament gearbeitet wird.
Qualitätssicherung auf höchstem Niveau
Die erstmalige gemeinsame Zertifizierung aller drei Klinikstandorte wurde nach einer intensiven Vorbereitungsphase durchgeführt. Man kann sich das wie eine Art „Prüfung“ vorstellen, bei der jede Klinik darlegen musste, wie sie die Anforderungen erfüllt. Die Übergabe der Zertifikate durch Dr. Judith Gissing, die Leiterin der Zertifizierungsstelle ÄKzert, war ein feierlicher Moment. Es ist ermutigend zu sehen, wie Vertreter der Kliniken, darunter Dr. Askin Dogan und Sarah Wetzig, voller Stolz die Urkunden entgegennahmen.
Die Zertifizierungskriterien für Brustkrebszentren sind dabei alles andere als trivial. Jedes zu zertifizierende Zentrum muss die Anforderungen detailliert im Erhebungsbogen darlegen und auch ein Datenblatt einreichen. Die Dokumentation ist entscheidend und muss vollständig und korrekt erfolgen. Es gibt sogar Fristen, die es zu beachten gilt – 6 Wochen vor dem Audittermin für Erstzertifizierungen, 4 Wochen für Überwachungs- und Wiederholaudits. Eine gründliche Vorbereitung ist also unerlässlich.
Stärkung der onkologischen Versorgung
Die erneute Zertifizierung und die Einbindung in das Märkische Brustzentrum sind nicht nur für die Kliniken, sondern vor allem für die Patientinnen von großer Bedeutung. Die Heilungschancen haben sich dank verbesserter Früherkennung und moderner Therapieverfahren erheblich erhöht. Das ist ein Lichtblick in einer Zeit, in der die Diagnose Brustkrebs oft mit Angst und Unsicherheit verbunden ist. Die enge Zusammenarbeit der zertifizierten Brustzentren sorgt dafür, dass individuelle Behandlungen nach den aktuellsten medizinischen Leitlinien angeboten werden.
Im Rahmen des Nationalen Krebsplans wird zudem eine qualitativ hochwertige Versorgung von Krebspatienten angestrebt. Ziel 5 fokussiert sich insbesondere auf die Zertifizierung und Qualitätssicherung onkologischer Einrichtungen. Hierbei spielen klinische Krebsregister eine zentrale Rolle für die Verbesserung der Versorgung von Tumorpatienten. Es ist also nicht nur eine einzelne Klinik, die hier einen Unterschied macht, sondern ein ganzes Netzwerk, das zusammenarbeitet, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.
Ehrlich gesagt, es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Engagement in die Verbesserung der onkologischen Versorgung gesteckt wird. Die Vernetzung von onkologischen Leitlinien, Zertifizierung von Zentren und klinischen Krebsregistern ist eine Herausforderung, die angenommen wird. Das Ziel? Eine bedarfsgerechte psychoonkologische Versorgung sicherzustellen und die Daten für die Forschung besser zu nutzen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Entwicklungen in der Zukunft weiter entfalten werden.
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