In der Stadt Euskirchen tut sich einiges im Klostergarten. Bis Mitte Mai erprobt die Stadt neue Nutzungsmöglichkeiten im Rahmen eines Reallabors, und die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, aktiv an der Planung teilzunehmen. Die temporäre Umgestaltung umfasst mobile Sitzmöbel, Spielangebote und Pflanzkübel, die den ehemaligen Standort des City-Forums, welches nach einem Flutschaden abgerissen wurde, in neuem Glanz erstrahlen lassen sollen.

Ein Workshop hat bereits viele kreative Ideen hervorgebracht. Wünsche nach schattenspendenden Bäumen, Spielplätzen, Biergärten und Kiosken stehen ganz oben auf der Liste. Aktuell finden sich im Klostergarten bereits zahlreiche Sitzgelegenheiten, die von den Besuchern gerne genutzt werden. Experten von Stadtkontraste arbeiten gemeinsam mit der Stadt an einem Konzept, das darauf abzielt, einen generationenübergreifenden Raum zu schaffen, der verschiedene Freizeitaktivitäten fördert.

Aktive Bürgerbeteiligung

Bürgermeister Sacha Reichelt hebt die Bedeutung der Bürgerbeteiligung hervor. Die Anwohner wünschen sich mehr Bäume, Spielgeräte und ein sicheres Aufenthaltsgefühl für alle Altersgruppen. Ein spezieller Termin für Senioren zur Teilnahme am Reallabor ist bereits für den 23. April geplant, während ein Termin für Kinder und Jugendliche noch festgelegt werden muss. Während des Stadtfestes wird das Nutzungsverhalten im Klostergarten weiter beobachtet, um wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft zu gewinnen.

Die gesammelten Erfahrungen fließen in die langfristige Planung ein, die im Mai beginnen soll. Ein barrierefreier, inklusiver Ort für alle Generationen ist das Ziel. Um Fördermittel von bis zu 70 Prozent zu beantragen, muss eine Kostenkalkulation bis September vorliegen. Die Realisierung des neuen Klostergartens wird voraussichtlich mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen.

Neugestaltung und innovative Ansätze

Mit dem Reallabor, das am 17. April gestartet ist, möchte die Stadt gemeinsam mit den Bürgern Ideen zur Gestaltung der Grünfläche entwickeln. Vor Ort können die Ideen aktiv getestet und bewertet werden. Die Schwerpunkte der Gestaltung liegen auf Sitzmöglichkeiten, Spielgeräten und Bepflanzung. Die Auftaktaktion fand am 17. April von 12 bis 20 Uhr im Klostergarten statt, wo Sitzgelegenheiten und Spielelemente gebaut und erprobt wurden.

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Ein innovativer Ansatz zur Bürgerbeteiligung wird auch im Projekt PARTI-VR in Magdeburg verfolgt. Hier wird die Verknüpfung von Virtual-Reality-Technologien mit analogen Mitmachformaten erprobt, um Bürger aktiv in die Stadtentwicklung einzubinden. Solche partizipativen Formate könnten als Inspiration für die Euskirchener Bürgerbeteiligung dienen, um die Ideen zur Neugestaltung des Klostergartens noch weiter zu bereichern und zu visualisieren.

Mit diesen kreativen Ansätzen und der aktiven Einbindung der Bürger wird der Klostergarten nicht nur zu einem Ort der Begegnung und Erholung, sondern auch zu einem lebendigen Teil der Stadtentwicklung, der die Vielfalt und den Gemeinschaftssinn der Euskirchener Bevölkerung widerspiegelt.