Am vergangenen Sonntag, dem 17. Mai, erlebte das Publikum in der Aula des Mechernicher Gymnasiums ein ganz besonderes Frühlingskonzert des „Ü-50 in concert – Blasorchester der Eifel“. Der musikalische Leiter, Peter Züll, führte mit viel Leidenschaft durch einen bunten Strauß an Musikstücken, der Erinnerungen an längst vergangene Zeiten weckte. Die Vorfreude war groß, und der Einlass ab 15 Uhr versprach bereits gute Stimmung – auch dank der humorvollen Moderation von Monika Ramm und Heinz Schmitz, die mit ihren Anekdoten in Eifeler Mundart für herzhaftes Lachen sorgten.
Das Programm bot eine abwechslungsreiche Mischung aus Egerländer Klängen, Filmmusik, Beatles-Hits und Operettenmelodien. Der Auftakt mit dem „River-Kwai-Marsch“ und einem Medley von James Last ließ die Zuhörer direkt eintauchen in die Welt der Klänge. Ein Highlight des Abends war das selten gespielte Stück „Ramona“, das die Herzen der Zuhörer berührte. Doch das war noch längst nicht alles: Weitere Ohrwürmer wie „Böhmische Souvenirs“ und das mitreißende „Mambo No. 5“ sorgten für ausgelassene Stimmung. Peter Züll hatte die Stücke speziell für das Orchester angepasst, was die Darbietung noch einmal aufwertete.
Humorvolle Erzählungen und herzliche Unterstützung
Ein leider abwesender Heinz Schmitz musste die Bühne aufgrund einer Erkrankung verlassen, doch die humorvollen Geschichten, die normalerweise von ihm erzählt werden, wurden von Monika Ramm und Manfred Huth eindrucksvoll ersetzt. Sie berichteten in Reimform von alltäglichen Themen, wie der Renovierung einer Wohnung – das sorgte für Schmunzeln und eine gewisse Vertrautheit im Publikum. Hans-Peter Schmidt, ein Konzertbesucher, beschrieb die Musik treffend als eine „Wundertüte“ voller musikalischer Leckerbissen.
Ein ganz wichtiger Aspekt des Konzerts war die Unterstützung der Mechernich-Stiftung, die finanzielle Hilfe für bedürftige Menschen in der Region erhielt. Walter Schäfer, der zweite Vorsitzende des Ensembles, hob die Bedeutung dieser Unterstützung hervor. Der Gewinn aus dem Catering, das von der Weltjugendtag-Gruppe des Pastoralen Raums St. Barbara Mechernich angeboten wurde, wird in die Reise zum Weltjugendtag 2027 in Südkorea fließen – ein Projekt, das viele junge Menschen motiviert und verbindet.
Ein Ort für Musik und Gemeinschaft
Das Orchester setzt sich aus Musikern aus einem Umkreis von rund 100 Kilometern zusammen, darunter aus der Städteregion Aachen, Bonn, Nörvenich und Rheinland-Pfalz. Man spürte die Leidenschaft und den Gemeinschaftsgeist der Spieler, die mit jedem Ton ihre Begeisterung für die Musik teilten. Der Kartenpreis von 14 Euro im Vorverkauf war mehr als gerechtfertigt, wenn man bedenkt, wie viel Herzblut in diesem Konzert steckte.
Insgesamt war der Abend nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch ein Zeichen der Verbundenheit und Unterstützung innerhalb der Gemeinschaft. Die Zuhörer wurden mitgenommen auf eine Reise durch verschiedene Musikstile und konnten gleichzeitig einen Beitrag für einen guten Zweck leisten. So blühten die Klänge in der Aula des Mechernicher Gymnasiums und schufen unvergessliche Momente, die noch lange nachhallen werden.