Die Daseinsvorsorge in Deutschland – ein Thema, das nicht nur den Politikern auf den Nägeln brennt, sondern auch allen, die in ländlichen Regionen leben. Die Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hat in über 10.900 Städten und Gemeinden in Deutschland das Augenmerk auf die Lebensqualität gelegt, und das Ergebnis ist mehr als aufschlussreich. Besonders Euskirchen hat sich dabei als wahres Vorzeigemodell hervorgetan, denn die Stadt belegt den 104. Platz im bundesweiten Vergleich und gehört damit zum besten ein Prozent aller Kommunen. Wer hätte das gedacht? So viele Städte und Euskirchen schneidet so gut ab!

In den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitalisierung und Freizeit hat Euskirchen die Bestnote „sehr gut“ erhalten. Bürgermeister Sacha Reichelt zeigt sich erfreut über diese positive Entwicklung – eine Bestätigung der Anstrengungen, die in den letzten Jahren unternommen wurden. Doch bei aller Freude über den Erfolg, betont er auch, dass es immer Raum für Verbesserungen gibt. Schließlich ist Stillstand nicht das Ziel, oder?

Die Herausforderungen der Nachbarn

Während Euskirchen in den meisten Kategorien glänzt, sieht es in den umliegenden Eifelgemeinden ganz anders aus. Dahlem, Blankenheim, Schleiden und Hellenthal haben in der IW-Studie weniger gut abgeschnitten. Dahlem erhielt die Bewertung „schlecht“, Blankenheim sogar „sehr schlecht“. Hier wird klar, dass die ländlichen Räume oft mit ganz anderen Herausforderungen kämpfen. Bürgermeister Jan Lembach von Dahlem kritisiert die Perspektive der Studie, die seiner Meinung nach ländliche Gebiete benachteiligt. Dabei hat Dahlem doch einiges zu bieten: eine solide lokale Infrastruktur mit Hausärzten, Apotheken und Kindertagesstätten. Man fragt sich, warum das nicht mehr gewürdigt wird.

In Blankenheim äußert Bürgermeisterin Jennifer Meuren ähnliche Bedenken und sieht die Studie als Hinweis auf die Herausforderungen, denen ländliche Gemeinden gegenüberstehen. Sie ist überzeugt, dass Lebensqualität nicht nur durch Zahlen und Statistiken zu messen ist. Und auch Schleidens Bürgermeister Ingo Pfennings hat seine Zweifel, insbesondere wenn es um die Bewertung im Bildungsbereich geht – er hebt die Bedeutung regionaler Bildungsangebote hervor. Das zeigt, dass es nicht nur um objektive Daten geht, sondern auch um die subjektive Wahrnehmung der Menschen vor Ort.

Daseinsvorsorge im Wandel

Die IW-Studie analysiert die Daseinsvorsorge anhand von 17 Indikatoren – ein spannendes Unterfangen! Dabei wird nicht nur die objektive Qualität der Daseinsvorsorge betrachtet, sondern auch, wie die Bürger diese wahrnehmen. Eine bundesweite Befragung von über 5.400 Bürgern im Sommer 2025 wird die Ergebnisse weiter ergänzen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung! Denn nur so können die Perspektiven der Menschen wirklich erfasst werden.

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Die Daseinsvorsorge ist entscheidend für die Lebensqualität, besonders in ländlichen Räumen. Schulen, Hausärzte, Feuerwehr, Internetanschluss – all das sind wichtige Aspekte, die die öffentliche Hand sicherstellen muss. Doch auch private Unternehmen und freie Träger spielen eine Rolle, wenn es darum geht, soziale und technische Infrastrukturen anzubieten. Ein politisches Ziel ist es, gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland zu schaffen. Dabei wird deutlich, dass Daseinsvorsorge ein dynamisches Thema ist. Die Ansprüche und Standards verändern sich ständig.

Aktuelle Herausforderungen wie der Breitbandausbau oder die Erreichbarkeit medizinischer Einrichtungen zeigen, dass es an vielen Stellen noch Verbesserungsbedarf gibt. 2017 hatten nur 55 % der ländlichen Bevölkerung fußläufig Zugang zu Hausärzten in 15 Minuten. Zum Vergleich: In städtischen Gebieten waren es 84 %. Das ist schon ein krasser Unterschied, der zeigt, dass es noch viel zu tun gibt. Die Nahversorgung ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Über 50 % der ländlichen Bevölkerung hat keinen fußläufigen Zugang zu Lebensmittelgeschäften, und die Zahl der Verkaufsstellen im Lebensmitteleinzelhandel hat sich seit 1990 mehr als halbiert. Das ist alarmierend!

Und während wir über diese Themen sprechen, darf man nicht die ehrenamtliche Feuerwehr vergessen. Sie ist das Rückgrat des Brandschutzes in ländlichen Räumen, und weniger als 1 % der Feuerwehrleute in Deutschland sind hauptberuflich tätig. Ein Rückgang von 7 % der aktiven Mitglieder in Freiwilligen Feuerwehren zwischen 2000 und 2017 ist ein weiteres Zeichen für den Wandel, dem ländliche Regionen gegenüberstehen. Die Daseinsvorsorge erfordert also nicht nur öffentliche, sondern auch private und ehrenamtliche Anstrengungen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.