In Düsseldorf brodelt es. Markus Anfang, der ehemalige Trainer von Fortuna Düsseldorf, hat die Geduld verloren und klagt gegen den Verein. Der Streit dreht sich um eine Kündigungsklausel in seinem Vertrag, die ihm offenbar nicht ganz geheuer war. Laut Berichten von „Rheinischer Post“ und „Bild“, die sich mit den Informationen des WDR decken, gibt es hier einiges an Zündstoff. Das Ganze hat eine interessante Wendung genommen, nachdem der Düsseldorfer Stadtdirektor einen offenen Brief verfasst hat, der nun Unruhe im Klub auslöst.

Die besagte Klausel erlaubte es Fortuna, Anfang nicht nur freizustellen, sondern ihn auch vollständig zu kündigen. Normalerweise, so die Regel, erhalten Trainer bei einer Freistellung ihr Gehalt bis zum Ende des Vertrags. Doch hier sieht die Sache anders aus. Laut „Bild“ konnte Anfang gegen eine Abfindung gekündigt werden, was ihn von der Gehaltsliste strich. Wie das alles genau in Gang kam und unter welchen Umständen die Klausel wirksam wurde, bleibt unklar. War „Erfolglosigkeit“ als Begründung ausreichend? Fragen über Fragen, die nun das Düsseldorfer Arbeitsgericht beschäftigen.

Der Verlauf der Klage

Die Kündigungsschutzklage hat Anfang etwa drei Wochen nach seiner Entlassung im Mai eingereicht. Ein geplanter Gütetermin im Juni, um die Klage von Anfang und seinem Co-Trainer Florian Junge zu besprechen, sollte stattfinden. Doch nun wird das Treffen nicht stattfinden, da beide Parteien offenbar eine einvernehmliche Lösung anstreben. Ein Schlichtungsverfahren beim DFB wird ins Auge gefasst. Es ist schon fast ironisch, denn Anfangs Vertrag wäre aufgrund des Abstiegs von Fortuna Düsseldorf Ende Juni sowieso automatisch beendet worden, da er nur für die Zweitklassigkeit unterschrieben hatte.

Die Situation wirft ein Licht auf die besonderen Umstände im Profifußball. Hier sind die Arbeitsverhältnisse oft befristet, was gemäß § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 TzBfG gerechtfertigt ist. Die Besonderheiten der Arbeitsleistung eines Cheftrainers machen das Ganze noch komplizierter. Wenn die erforderliche Trainerlizenz fehlt – und das ist hier der Fall –, kann eine Kündigung wirksam sein. Anfangs Vertrag war nur für die Zweitklassigkeit gültig, und das machte die Sache zusätzlich heikel.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen

Ein weiterer Punkt, der hier relevant ist, betrifft die Prämien. Bei einer Freistellung dürfen diese nicht einfach wegfallen, es sei denn, es gibt sachliche Gründe dafür. Doch wenn mehr als 25 % der Gesamtvergütung wegfallen, wird es kritisch. Aber das sind alles Details, die in den kommenden Monaten möglicherweise noch eine Rolle spielen werden. Klar ist: Der DFB hat hier die Möglichkeit, ein Schlichtungsverfahren durchzuführen, selbst nachdem eine Klage erhoben wurde. Die Komplexität dieser rechtlichen Situation ist nicht zu unterschätzen.

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Während Fortuna Düsseldorf sich auf ein „laufendes Verfahren“ beruft und eine Stellungnahme ablehnt, bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden. Die Situation könnte für den Verein nicht nur finanziell, sondern auch in Bezug auf das Sportliche heikel werden. Alexander Ende, der Anfang im April ersetzte, konnte den Abstieg nicht verhindern. Was nun? Die Fans sind gespannt, und die Zukunft des Klubs steht in den Sternen.