In der beschaulichen Stadt Meerbusch, unweit von Düsseldorf, hat ein Einbruch, der sich an Heiligabend 2021 ereignete, für Schlagzeilen gesorgt. Verona und Franjo Pooth waren in dieser festlichen Zeit bei der Schwiegermutter, als unbekannte Täter ihre Villa durchwühlten. Die Beute? Schmuckstücke und andere Wertgegenstände im Gesamtwert von rund einer Million Euro. Ein wahrhaft bitterer Schock für die Familie, der nicht nur eine materielle, sondern auch eine emotionale Belastung mit sich brachte.
Die Pooths hatten sich mit ihrem ehemaligen Versicherungsmakler auseinandergesetzt, da ihre Versicherung nur einen Teil des Schadens übernahm. In einem Gerichtsverfahren am Landgericht Düsseldorf-Oberbilk wurde nun die Klage abgewiesen. Das Gericht stellte fest, dass die Familie unterversichert war, was die Ansprüche an die Versicherung erheblich einschränkte. Der Makler wies die Vorwürfe der Pflichtverletzung zurück und lehnte eine gütliche Einigung ab. Interessanterweise regte das Gericht sogar selbst eine gütliche Einigung an, die den Pooths immerhin ein Drittel der geforderten Summe von 700.000 Euro eingebracht hätte. Doch die Pooths zeigten sich unzufrieden und übergaben dem Makler eine Liste ihrer Schmuckstücke – die Kommunikation lief über eine mittlerweile gelöschte E-Mail-Adresse.
Einbruchszahlen und Sicherheitslage
Die nunmehr abgewiesene Klage der Pooths steht im Kontext einer besorgniserregenden Entwicklung in Deutschland. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) gab es im Jahr 2025 einen Anstieg der Wohnungseinbrüche. Insgesamt wurden 82.920 Fälle, inklusive der Einbruchsversuche, erfasst. Das ist eine Steigerung im Vergleich zu 2024, wo lediglich 78.436 Fälle registriert wurden. Ein Trend, der in Anbetracht der emotionalen und finanziellen Folgen für die Opfer nicht ignoriert werden kann.
Die Aufklärungsquote für Einbrüche lag 2025 bei lediglich 14,1 Prozent. Das zeigt, wie schwierig es ist, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Auch die Pooths haben bisher keine Spur von ihrem gestohlenen Hochzeitsschmuck gefunden – eine ungewisse Situation, die nicht nur materiell, sondern auch psychisch belastend ist. Die Dunkelfeldstudie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland – SKiD 2024“ zeigt zudem, dass 28,6 % der Bevölkerung sich stark über mögliche Wohnungseinbrüche sorgen. Ein Gefühl, das kaum einer gerne hat, aber in der heutigen Zeit immer präsenter wird.
Prävention und Handlungsmöglichkeiten
Die gute Nachricht? Viele Einbrüche können durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen und aufmerksamere Nachbarn verhindert werden. Im Jahr 2025 scheiterten 44,9 Prozent der Einbrüche, was darauf hindeutet, dass sich die Investition in Sicherheitstechnik durchaus auszahlt. Hochwertige Elektroräder sind beispielsweise eine beliebte Beute bei Einbrechern, weshalb es ratsam ist, auch hier die Sicherheit zu erhöhen.
Für die Pooths bleibt die Möglichkeit, innerhalb eines Monats Berufung beim Oberlandesgericht Düsseldorf einzulegen. Ob sie diesen Schritt wagen, bleibt abzuwarten. In der Zwischenzeit bleibt die Frage bestehen: Wie sicher sind unsere eigenen vier Wände wirklich, und was können wir tun, um uns besser zu schützen? Ein Thema, das uns alle betrifft.