Es war ein bitterer Sonntag für die Fans von Fortuna Düsseldorf. Nach einer 0:3-Niederlage gegen Greuther Fürth fiel das Team am 34. Spieltag von Platz 15 auf den 17. Rang und muss nun nach 17 Jahren in die Drittklassigkeit absteigen. Florian Kastenmeier, der Torwart, konnte seine Tränen nicht zurückhalten. „Wir haben es komplett verschissen“, sagte er und stellte sich den enttäuschten Anhängern. Nur er erhielt den Applaus der Fans, während der Rest der Mannschaft, die einen katastrophalen Auftritt hinlegte, ausgepfiffen wurde.
Der Sportvorstand Sven Mislintat bezeichnete diesen Abstieg als Tiefschlag. In der ersten Halbzeit war die Düsseldorfer Mannschaft nicht in der Lage, sich gegen die Fürther zu behaupten und geriet schnell mit 0:3 in Rückstand. Felix Klaus, ein ehemaliger Spieler von Fortuna, war maßgeblich am Erfolg der Fürther beteiligt – er erzielte zwei Tore und bereitete das dritte vor. Am Ende fehlte den Düsseldorfern nur ein einziges Tor, um den Relegationsplatz zu erreichen. Ironischerweise hatte das Team mit einem Vorsprung von drei Punkten und fünf Toren in das entscheidende Spiel gestartet.
Ein neuer Anfang?
Trainer Alexander Ende möchte trotz des Desasters in der neuen Saison weitermachen. Das Vertrauen in ihn wurde nicht von allen Seiten geteilt, denn die Erwartungen waren hoch, insbesondere nachdem Daniel Thioune im Oktober entlassen wurde. Aber die Wende blieb aus. Mislintat, der im Dezember die Nachfolge von Klaus Allofs antrat, fand ebenfalls keine Lösung für die Probleme im Team. „Das Verhalten der Mannschaft in der ersten Halbzeit war nicht akzeptabel“, so Mislintat. Der Vorstandsvorsitzende Alexander Jobst kündigte eine „knallharte Analyse“ der Situation an, die für viele Fans sicherlich bitter nötig ist.
Greuther Fürth hingegen kann aufatmen, denn sie haben den Relegationsplatz 16 erreicht und müssen nun gegen Rot-Weiss Essen kämpfen, um nicht drittklassig zu werden. Die Relegationsspiele sind ein aufregendes, aber auch nervenaufreibendes Unterfangen. Die Hin- und Rückspiele sind für den 22. und 26. Mai angesetzt. Die Spannung wird sich aufbauen, während Fürth alles daran setzen wird, die Klasse zu halten.
Ein Ausblick auf die kommende Saison
Für Fortuna Düsseldorf bleibt nur die Frage: Wie geht es weiter? Die Fans hoffen auf eine Rückkehr in die zweite Liga, aber der Weg dorthin wird steinig sein. Es wird Zeit benötigt, um die richtigen Entscheidungen zu treffen und die Mannschaft neu zu formieren. Ob es gelingt, die Ambitionen der vergangenen Saison wieder aufleben zu lassen, bleibt abzuwarten. In der kommenden Saison wird der Druck auf den Verein und die Verantwortlichen enorm sein. Eines ist sicher: Die Zukunft wird entscheiden, ob die Tränen von Kastenmeier als Zeichen des Umbruchs oder des endgültigen Scheiterns stehen werden.