In der beschaulichen Stadt Meerbusch, nicht weit von Düsseldorf entfernt, hat sich ein Drama entfaltet, das die Gemüter bewegt. Verona und Franjo Pooth, bekannt aus dem deutschen Fernsehen, haben nach einem Einbruch in ihre Villa am Heiligabend 2021 einen wahren Kampf um Gerechtigkeit ausgefochten. Dabei wurden wertvolle Schmuckstücke im Wert von fast einer Million Euro gestohlen. Doch die Sache ist komplizierter, als es zunächst scheint. Die Versicherung sprang nur mit einem Teilbetrag ein, und die Pooths sahen sich gezwungen, rechtliche Schritte gegen ihren Versicherungsmakler einzuleiten.
Am 11. Mai 2026 entschied das Landgericht Düsseldorf, dass die Klage der Pooths gegen den Makler abgewiesen wurde. Das Gericht war der Ansicht, dass keine Pflichtverletzung vorlag, und die Kläger müssen nun die Verfahrenskosten tragen. Verona Pooth war überzeugt, dass sie durch falsche Beratung unterversichert war und forderte daher eine Summe von 675.000 Euro, die sie als zusätzlichen Schadensersatz geltend machte. Komischerweise, so stellte sich heraus, konnte sie nicht nachweisen, dass sie den Makler über weitere wertvolle Gegenstände, die sie im Laufe der Zeit erwarb, informiert hatte. Ein wahrlich verzwicktes Szenario!
Ein unaufgeklärter Einbruch
Der Einbruch, der zur Klage führte, ereignete sich an einem festlichen Abend, während die Familie bei der Schwiegermutter weilte. Die Einbrecher durchwühlten alle Räume der Villa und entwendeten Schmuckstücke, darunter auch den Hochzeitsschmuck von Verona, der für sie von unschätzbarem Wert war. Trotz aller Bemühungen der Polizei ist der Fall bis heute unaufgeklärt, und die Täter konnten nicht identifiziert werden. Die Ermittlungen wurden im Juli 2022 eingestellt – ein frustrierendes Ende für alle Beteiligten.
Die Versicherung zahlte zunächst einen Teil des Schadens in Höhe von 975.000 Euro. Doch Verona Pooth war nicht zufrieden. Sie war der Meinung, dass der Versicherungsmakler seine Pflichten verletzt hatte, und warf ihm vor, nicht die richtige Versicherungssumme für ihre wertvollen Gegenstände festgelegt zu haben. Der Makler hingegen wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass er alle Angaben von Pooth korrekt in eine Excel-Tabelle eingepflegt hatte. Irgendwie schien es, als wären hier Missverständnisse auf mehreren Ebenen am Werk.
Statistiken und Sicherheit
Der Fall Pooth ist nicht nur ein persönliches Drama, sondern spiegelt auch ein größeres gesellschaftliches Problem wider. In Deutschland gibt es statistisch alle sechs Minuten einen Einbruch. 2024 wurden rund 90.000 Einbrüche registriert, und die Zahl bleibt im Vergleich zu den Vorjahren ähnlich hoch. Der finanzielle Schaden durch Einbrüche ist 2024 gestiegen, und die Versicherer zahlten rund 350 Millionen Euro Entschädigungen. Die durchschnittlichen Schäden pro Einbruch sind ebenfalls angestiegen – von 3.600 Euro im Jahr 2023 auf 3.800 Euro im Jahr 2024.
Die GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) empfiehlt daher, in Sicherheit zu investieren: hochwertige Schlösser, Fenstersicherungen, Alarmanlagen und Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern können helfen, das Risiko zu minimieren. Es ist klar, dass Prävention hier das A und O ist, um solche schmerzhaften Erfahrungen wie die von Verona und Franjo Pooth zu vermeiden.
Verona und Franjo Pooth leben mittlerweile mit ihrem Sohn Rocco in Dubai. Ob sie Berufung gegen das Urteil einlegen, bleibt abzuwarten. Die nächsten Schritte könnten entscheidend sein, nicht nur für die Pooths, sondern auch für viele andere, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.