Flag Football: Düsseldorf im WM-Fieber und der Traum von Olympia 2028
Heute ist der 17.06.2026 und in Düsseldorf brodelt es. Nur zwei Monate sind es noch bis zur Heim-Weltmeisterschaft im Flag Football, und die Vorfreude ist greifbar. Doch ein Wermutstropfen trübt die Stimmung: Die deutschen NFL-Profis, darunter der talentierte Amon-Ra St. Brown, werden nicht an der WM teilnehmen. Ein herber Schlag für die Fans und alle, die sich auf spannende Spiele gefreut haben.
Alexander Steinforth, der Chef von NFL Deutschland, hat zwar die WM-Teilnahme der Profis ausgeschlossen, lässt aber die Tür zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles offen. Vielleicht gibt es ja dort die Möglichkeit, dass wir unsere Stars auf der großen Bühne sehen können. Die Weltmeisterschaft selbst wird vom 13. bis 16. August in Düsseldorf stattfinden und das Besondere daran: Erstmals treten sowohl Frauen als auch Männer an. Die deutschen Frauen, derzeit auf Platz 9 der Welt, und die Männer, auf Platz 11, haben die Chance, ihre erste Medaille seit 2004 zu gewinnen und sich gleichzeitig für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.
Flag Football auf dem Weg zur Olympischen Bühne
Ein Highlight der WM ist das Angebot des Weltverbands IFAF, eines von sechs Olympia-Tickets zu vergeben. Die USA, die bereits als Serienweltmeister und Gastgeber qualifiziert sind, stellen eine große Herausforderung dar. Amon-Ra St. Brown hat jedoch sein Interesse an einer Teilnahme für die deutsche Nationalmannschaft geäußert. Steinforth spricht über mögliche Einsätze von Profis, und es bleibt spannend, wie sich die Gespräche mit dem Weltverband entwickeln werden.
Um den Sport weiter zu fördern, hat Steinforth der Jan-Wellem-Förderschule in Düsseldorf ein Equipment-Set für Flag Football überreicht. Insgesamt profitieren 142 Schulen in der Stadt von dieser Initiative. Das zeigt, wie wichtig es ist, die nächste Generation für den Sport zu begeistern.
Die Zukunft des Flag Footballs
Flag Football wird 2028 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles Premiere feiern. Das ist eine große Chance für viele NFL-Spieler, die bisher keine Möglichkeit hatten, bei den Olympischen Spielen teilzunehmen. Es ist ein körperloserer Sport, der ohne Schutzkleidung und Helme gespielt wird. Dabei versuchen die Verteidiger, den Ballträger durch das Entfernen von Fähnchen zu stoppen. Diese Variante des Footballs hat in den USA, wo über 7,1 Millionen aktive Spieler sind, eine große Anhängerschaft und erfreut sich auch bei Frauen und Mädchen großer Beliebtheit.
Die US-Männer-Nationalmannschaft hat 2024 den WM-Titel im Flag Football gewonnen, und NFL-Stars wie Patrick Mahomes, Travis Kelce und Amon-Ra St. Brown haben bereits Interesse an einer Teilnahme bei den Olympischen Spielen bekundet. NFL-Chef Roger Goodell hat sogar bestätigt, dass viele Spieler an dieser einzigartigen Gelegenheit interessiert sind. Eine endgültige Entscheidung soll bis Ende Mai 2025 fallen.
In Düsseldorf gibt es zudem positive Entwicklungen, wie die Eröffnung eines Flag-Football-Feldes durch die New England Patriots. Sebastian Vollmer, ein ehemaliger NFL-Spieler, unterstützt die Entwicklung des Flag Footballs in Deutschland. Auch Marcus Jones, Cornerback der Patriots, hat Interesse bekundet, mit der Flag-Football-Nationalmannschaft zusammenzuarbeiten. Die Begeisterung für diesen Sport wächst, und die WM in Düsseldorf könnte der Auftakt für eine neue Ära im Flag Football sein.
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