75 Jahre VdF: Ein Jubiläum für nachhaltige Fruchtsäfte im Herzen der Politik
Im Herzen von Bonn, wo einst die Geschicke der deutschen Politik entschieden wurden, feierte der Verband der deutschen Fruchtsaft Industrie (VdF) ein ganz besonderes Jubiläum: 75 Jahre Bestehen! Ein Event, das nicht nur die Mitglieder des Verbands zusammenbrachte, sondern auch die Erfolgsgeschichte der deutschen Fruchtsaftbranche würdigte. Im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages, umgeben von beeindruckender Geschichte, wurde die Kontinuität und Verlässlichkeit des VdF von Präsident Heinrich Reuss besonders hervorgehoben. Der VdF ist mit rund 300 Mitgliedsunternehmen der größte Fruchtsaftverband weltweit – von kleinen, familiengeführten Betrieben bis hin zu internationalen Konzernen.
Inmitten der Feierlichkeiten wurde Sven Wortmann für weitere drei Jahre in das Präsidium gewählt. Seine Rolle als Vorsitzender des Ausschusses VdF-Mehrweg-System ist besonders wichtig, da dieses System seit 53 Jahren als ein erfolgreiches Kreislaufmodell gilt. Trotz des sinkenden Pro-Kopf-Verbrauchs von 22,5 Litern jährlich hat die deutsche Fruchtsaftbranche eine bemerkenswerte internationale Stellung. Ein Grund dafür ist das strenge Kontrollsystem der SGF, das Fruchtsaft zu einer der sichersten Lebensmittelkategorien macht.
Nachhaltigkeit im Fokus
Ein zentrales Thema der Mitgliederversammlung war die nachhaltige Ausrichtung des VdF. Der Verband setzt sich politisch gegen die geplante Zuckerabgabe ein, die vor allem Nektare gefährden könnte. Stattdessen begrüßt man die Deregulierung neuer genomischer Techniken durch das Europaparlament. Zudem wird für mehr Freihandel und gegen neue Zölle gekämpft. Das Engagement für nachhaltiges Wirtschaften spiegelt sich auch im Mehrweg-System wider, das auf drei Flaschengrößen fokussiert ist: 1,0 Liter, 0,7 Liter und 0,2 Liter, sowie einer 0,5 Liter Flasche.
Die Kästen, in denen die Flaschen transportiert werden, haben ein einheitliches Bodenmaß von 20 x 30 cm und können auf Euro-Paletten im Verbund gestapelt werden. Das Poolsystem, das für Mitglieder des VdF zugänglich ist, bietet keine Individualflaschen, was die Identifizierung und Zuordnung erheblich erleichtert. Das alles sorgt dafür, dass die Anwender des Systems klar erkennen können, dass sie Teil des VdF-Mehrweg-Pools sind, der durch eine Glas-Prägung „VdF-Mehrweg-Flasche“ gekennzeichnet ist. Die Mitgliedschaft kann übrigens formlos beantragt werden, und die Nutzung des Pools ist kostenfrei, abgesehen vom Mitgliedsbeitrag.
Innovationen für die Umwelt
Ein weiteres Highlight, das die Versammlung aufzeigte, war der Austausch von rund 250 Millionen Mehrwegflaschen. Die Branche setzt nun auf nachhaltigere Lightweight-Flaschen, die dank moderner Glasproduktionstechnologien und effizienter Transportmöglichkeiten hergestellt werden. Dabei reduziert sich das Gewicht der 0,7-Liter-Flasche von 450 Gramm auf 400 Gramm, und die 1,0-Liter-Flasche wiegt jetzt nur noch 535 Gramm statt 600 Gramm. Das sorgt nicht nur für eine CO2-Ersparnis von rund 11 Prozent pro Flasche, sondern ermöglicht es auch, dass ein Standard-LKW nun 36 statt 35 Vollgutpaletten transportieren kann – ein kleiner, aber feiner Beitrag zur Reduktion der transportbedingten CO2-Emissionen.
Die VdF-Mehrwegflaschen, die schrittweise ersetzt werden, bleiben optisch den bisherigen Flaschen sehr ähnlich, sind aber durch das „LW“-Zeichen erkennbar. So wird die Stabilität und Funktionalität der Flaschen nicht beeinträchtigt, während gleichzeitig die Umwelt geschont wird. Hier zeigt sich, wie innovative Ansätze und nachhaltige Praktiken Hand in Hand gehen können.
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