In Bielefeld gibt es eine Band, die sich wie ein frischer Wind in die lokale Musikszene bläst. Amber – gegründet von vier Freunden: Yanic, Tim, Levin und Tillman. Ihre Wurzeln sind tief im ländlichen Raum verankert, wo sie sich, fernab vom städtischen Trubel, in einem charmanten Proberaum niedergelassen haben. Dieser Ort, der sich „mitten im Dorf im Niemandsland“ befindet, ist nicht nur ein Ort des Schaffens, sondern auch ein gemeinsames Zuhause für die vier Musiker. Hier wird gekocht, gefeiert und natürlich geprobt – eine wahre WG-Küche, die zum kreativen Schmelztiegel wird.

Die Atmosphäre ist geprägt von der Nähe zur Natur: Der Proberaum riecht nach Pferdestall, während hinter der Wand die Tiere friedlich grasen. „Die Freundschaft ist das Herzstück unserer Musik“, sagt Yanic, der Gitarrist, und man merkt sofort: Hier wird nicht nur Rock’n Roll gemacht, hier wird gelebt. Vor Amber spielten die Jungs in einer Hardcore-Band, aber der Drang nach Veränderung führte sie zu diesem neuen musikalischen Abenteuer. Bis es zur Gründung kam, suchte die Band einen Schlagzeuger, und Tillman, der die Band schon vorher mochte, war sofort begeistert von der Anfrage.

Ein kreatives Zuhause

Der Name „Amber“ hat eine ganz eigene Geschichte. Entstanden in einer Bielefelder Kneipe, wurde er auf einem Notizzettel festgehalten und somit zum Symbol ihrer gemeinsamen Reise. Trotz aller musikalischen Träume haben alle Mitglieder Jobs, die der Band zugutekommen – sei es in der Veranstaltung, Technik oder im Merchandise. Und das ist klug, denn die Realität muss schließlich auch finanziert werden. Dennoch ist die Rückkehr aufs Land eine bewusste Entscheidung, um sich ganz der Musik zu widmen.

In der Stadt hat jetzt auch das Zentrum für ernste Musik (ZEM) seine Pforten geöffnet – ein neues Zuhause für Bands und Musiker:innen, das nachhaltiges Musizieren ermöglicht. Die gut ausgestatteten Proberäume sind zentral gelegen und bieten eine interessante Alternative zum rustikalen Charme von Ambers ländlichem Rückzugsort. Hier wird auf moderne Schalldämmung und Naturbaustoffe gesetzt – das Motto „Laut.Sein.Dürfen.“ ist nicht nur ein Slogan, sondern ein Versprechen. Ideal für die Amateurmusikszene und junge Musiker:innen ist das ZEM eine wertvolle Ergänzung für die Bielefelder Kulturszene.

Eine neue Ära für die Musikszene

Die Proberäume im ZEM sind hochwertig und schallgedämmt. Mit Platz für bis zu sechs Musiker*innen und einer Ausstattung, die von Schlagzeug über Gesangsanlage bis hin zu Verstärkern reicht, finden hier viele kreative Köpfe einen Platz, um ihre Visionen zu verwirklichen. Besonders bemerkenswert ist der Einsatz kreislauffähiger Akustikmodule, die extra für die Proberaumvermietung entwickelt wurden. Julian Reineck, der Gründer, selbst Musiker und Industriedesigner, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kulturszene in Bielefeld zu fördern und gleichzeitig verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen. Die Räume sind nicht nur funktional, sondern auch ein Ort der Inspiration.

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Mit dem ZEM wird Bielefeld zu einem noch lebendigeren Ort für Musikschaffende. Die Verbindung von Amateurszene und professionellem Anspruch könnte das Musikleben der Stadt entscheidend bereichern. Ob in der WG-Küche von Amber oder im neu eröffneten ZEM, die Leidenschaft für Musik ist überall spürbar – und das ist es, was die Bielefelder Szene so besonders macht.

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