Die Engelsfackel leuchtet hell: Ein Sommerfest voller Hoffnung für erkrankte Kinder in Krefeld
Am 17. Juli 2026 war der Garten des stups KINDERZENTRUMs in Krefeld der Schauplatz eines bewegenden Sommerfestes. Dieses Fest stand ganz im Zeichen des Kinder-Lebens-Laufs, der seit dem 16. April durch Deutschland rollt und bis zum 10. Oktober dauert. Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern werden hier begleitet, ihre Anliegen in den Mittelpunkt gestellt. Und was wäre ein besseres Symbol für Hoffnung und Zusammenhalt als die Engelsfackel? Diese wurde an diesem Tag feierlich an das Krefelder Kinder- und Jugendhospiz übergeben. Ein emotionaler Moment, der die Herzen aller Anwesenden berührte.
Der Hashtag #GemeinsamLautUndStark zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. Die Kinder der inklusiven Kita begeisterten die Besucher mit einem mitreißenden Trommelkonzert, während Clown Mucki für Schmunzeln sorgte. Kreativstände und Animationen von DJK Aachen und Adler Königshof machten das Fest zu einem bunten Erlebnis. Die musikalischen Klänge des Orchesters des Gymnasium Fabritianum sorgten für eine festliche Atmosphäre, die sich in der Luft anfühlte wie ein süßer Sommertraum.
Ein Zeichen der Hoffnung
Die Engelsfackel selbst, übergeben von der Initiative Schmetterlinge Neuss, ist nicht nur ein einfacher Gegenstand. Sie symbolisiert Hoffnung, Leben und Inklusion. Menschen mit und ohne Behinderung, alt und jung, kommen hier zusammen, um ein starkes Zeichen für die Kinderhospizarbeit zu setzen. Am Montag fuhren Mitglieder des stups nach Aachen zur offiziellen Übergabe vor dem Rathaus. Dort warteten rund 150 Läufer, um die Fackel zum Firmengelände der Fa. Grünenthal zu tragen. Ein Empfang durch Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons und Dr. Uli Brödl von Fa. Grünenthal rundete die Veranstaltung ab. Sebastian Köhler, ein Mitglied der Konzernführung, begrüßte die Läufer herzlich auf dem Grünenthal Campus.
Doch das war nicht alles. Am Mittwochvormittag zogen 108 Schülerinnen und Schüler des Mülheimer Hölderlin-Gymnasiums über die Domplatte, die Engelsfackel in den Händen von Magdalena und Johanna, beide aus der Klasse 5. Begleitet von fröhlichen Klängen, Applaus und bunten Luftballons feierten sie das Leben und zeigten, dass Zusammenhalt und Hoffnung in der Hospizarbeit von größter Bedeutung sind. „Die vier Stunden Schulfrei sind für so ein Engagement viel zu wenig“, meinte Oberbürgermeister Torsten Burmester und drückte damit die Wertschätzung für die Kinder aus, die sich zuvor mit Hospizarbeit beschäftigt hatten.
Ein Netzwerk der Unterstützung
Der Kinder-Lebens-Lauf, organisiert vom Bundesverband Kinderhospiz, macht auf die Herausforderungen aufmerksam, vor denen viele Familien stehen. Der Deutsche Kinderhospizverein e.V. (DKHV e.V.) ist seit über 30 Jahren aktiv und bietet Unterstützung ab der Diagnose, im Leben, im Sterben und darüber hinaus. Mit über 30 ambulanten Kinder- und Jugendhospizdiensten bundesweit ist ein starkes Netzwerk entstanden, das Familien ein geschütztes Forum für Austausch und Selbsthilfe bietet. An diesem Tag in Krefeld und an anderen Stationen des Laufs wird deutlich, dass der Umgang mit den Themen Sterben und Tod von Kindern kein Tabu sein sollte, sondern ein offenes und wichtiges Gesprächsthema.
Der Kinder-Lebens-Lauf wird weiterhin viele Städte und Einrichtungen miteinander verbinden. Er ist mehr als nur ein Event – er ist eine Bewegung, die das Bewusstsein für die Belange von Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen schärft und zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und Unterstützung sind. Es ist eine Feier des Lebens, die auf eindrucksvolle Weise die Herzen berührt.
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