Heute ist der 9. Mai 2026, und in der Wildtierstation Sachsenhagen, mitten in der Region Hannover, gibt es Grund zur Freude. Vier kleine Storchenbabys haben das Licht der Welt erblickt! Ein freudiges Ereignis, das jedoch von einem traurigen Vorfall überschattet wird: Die Mutter der Küken ist bei der Nahrungssuche in Neustadt am Rübenberge tragisch verunglückt, nachdem sie gegen ein Fenster geflogen war. Ein herber Verlust für das Storchenpaar, das seit Jahren im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde brütet.
Die Geschichte der Küken beginnt mit einem beherzten Einsatz einer Dachdeckerfirma, die mithilfe eines Krans die Eier aus dem Nest an der Liebfrauenkirche holte. Diese Eier wurden dann zur Wildtierstation gebracht, wo Bianca Schröder, die dort tätig ist, die Öffentlichkeit über den Zustand der kleinen Geschöpfe informiert hat. Aktuell werden die Küken im Brustkasten gehalten und alle drei Stunden gefüttert – ein echter Rund-um-die-Uhr-Job!
Ein neues Leben in der Wildtierstation
Die vier Küken haben in den letzten fünf Tagen das Licht der Welt erblickt und wiegen inzwischen etwa 85 Gramm. Seit Donnerstag können sie sogar selbst Futter aus der Schale picken – ein kleiner, aber wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit! Für die nächsten zehn Tage werden sie jedoch noch im Brutkasten bleiben, bevor sie in einen Maurerkübel als Nest-Ersatz umziehen. Das ist ein echter Fortschritt, denn sobald sie stehen und gehen können, dürfen sie tagsüber auf die Storchenwiese. Ein aufregender Moment für die kleinen Störche!
Die Wildtier- und Artenschutzstation ist eine vom Land Niedersachsen anerkannte Auffangstation für Wildtiere. Sie kümmert sich um verletzte und verwaiste Tiere und hat das Ziel, diese nach erfolgreicher Rehabilitation auszuwildern. Jährlich werden dort rund 3.000 Tiere aufgenommen. Derzeit können jedoch aufgrund der Vogelgrippe keine Wasservögel, wie Kraniche oder Enten, aufgenommen werden. Das ist bedauerlich, denn auch diese Tiere brauchen unsere Hilfe.
Ein kleiner Blick hinter die Kulissen
Die Station hat täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und bietet ab dem 1. April Führungen an. Die Gruppenbesuche erfordern allerdings eine vorherige Anmeldung. Auch wenn die Mitarbeiter ihr Bestes geben, können sie keine Anfragen zum Zustand der Pfleglinge beantworten, um die Tiere nicht zu stören. Das ist verständlich, aber dennoch schade für alle, die sich Sorgen um ihre Schützlinge machen.
Die Geschichte dieser Storchenbabys ist nicht nur ein Zeichen für die Widerstandsfähigkeit der Natur, sondern erinnert uns auch an die Herausforderungen, denen Wildtiere gegenüberstehen. Die Wildtierstation spielt dabei eine entscheidende Rolle. Jedes Tier zählt, und es ist wichtig, dass wir sie unterstützen und schützen. In Niedersachsen gibt es immer wieder Initiativen, die sich dem Tierschutz verschrieben haben. Sechs von ihnen wurden kürzlich mit dem Niedersächsischen Tierschutzpreis ausgezeichnet, jeweils mit 5.000 Euro. Ein kleiner, aber feiner Anreiz, um die so wichtige Arbeit fortzusetzen!