Heute ist der 8. Mai 2026, und in Niedersachsen überschlagen sich die Ereignisse. Ein massiver Angriff von Wölfen hat im kleinen Ort Füchtenfeld im Landkreis Grafschaft Bentheim für Aufregung gesorgt. In zwei schockierenden Nächten wurden rund 60 Schafe getötet und mehr als 100 verletzt. Ein Albtraum für die betroffenen Schäfer, die sich nun fragen, wie es weitergeht. Die Behörden haben reagiert und planen den Abschuss von zwei Wölfen. Diese Entscheidung ist nicht leicht gefallen, aber man erhofft sich davon, weitere Risse in der Zukunft zu verhindern.
Die Vorgaben sind klar: Der Abschuss darf nur auf dem Gelände der betroffenen Weidefläche stattfinden und muss bis spätestens 15. Juni erfolgen. Die Entscheidung beruht auf der Annahme, dass mehrere Wölfe für die Angriffe verantwortlich sind. Das klingt fast so, als ob die Wölfe sich zu einer Art „Wolfsgang“ zusammengefunden hätten. Man hat die Hoffnung, dass der Abschuss andere Wölfe abschreckt – ein riskantes Spiel, wo doch die Muttertiere verschont bleiben sollen. Schließlich ist die Sorge groß, dass der Wolfsbestand in der Region nicht gefährdet wird.
Ein bedauerlicher Rekord
Die Risse in Füchtenfeld sind der größte dokumentierte Fall in Niedersachsen. Ein trauriger Rekord, den man sich anders gewünscht hätte. Auch wenn die Herdenschutzstandards erfüllt waren, reichte das offenbar nicht aus, um die Schafe wirksam zu schützen. Die Rissbegutachtung läuft noch, sodass sich die Zahl der betroffenen Tiere möglicherweise noch verändern könnte. Die erste Welle der Trauer rollte über die Wiesen, als die ersten toten Tiere am Freitag im Dalum-Wietmarscher-Moor entdeckt wurden. Man muss sich das mal vorstellen: Wolfsangriffe, bei denen mehr als 20 Tiere gerissen oder verletzt werden, sind in Niedersachsen nicht gerade an der Tagesordnung. Ein Vergleich aus der Vergangenheit: Im Februar wurden in Oldendorf 54 tote Schafe gefunden – auch das ein Schock für die gesamte Region.
Die zuständigen Behörden haben nach dem Vorfall umgehend Handlungsempfehlungen verschickt, insbesondere nach der Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdrecht. Der Bundesrat hat dem auch zugestimmt. Das zeigt, wie ernst die Situation genommen wird.
Herdenschutz und Unterstützung
Inmitten dieser dramatischen Ereignisse gibt es allerdings auch Lichtblicke. Niedersachsen hat Richtlinien zur Minderung wirtschaftlicher Belastungen durch Wölfe erlassen. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bearbeitet Anträge zur Förderung von Präventionsmaßnahmen. Ziel dieser Maßnahmen ist der Schutz vor dem Wolf und die Unterstützung von Nutztierhaltern. Die Billigkeitsleistungen beispielsweise bieten einen finanziellen Ausgleich bei Nutztierrissen. Außerdem gibt es Unterstützung für Präventionsmaßnahmen, wie die Beschaffung von wolfsabweisenden Schutzzäunen oder Herdenschutzhunden. Das klingt fast so, als würde man ein kleines militärisches Aufgebot aufstellen, aber die Realität erfordert manchmal außergewöhnliche Maßnahmen.
Besonders gefährdete Nutztierarten wie Schafe, Ziegen und Gatterwild stehen dabei im Fokus. Es gibt sogar Einzelfallförderungen für Herdenschutzmaßnahmen bei Rindern oder Pferden. Wer sich fragt, wie man an solche Förderungen kommt, findet Informationen zu Anforderungen und Antragsunterlagen auf der Website der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Und für alle, die sich mit der Hütesicherheit beschäftigen, gibt’s eine Broschüre mit dem Titel „Sichere Weidezäune“ von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.
Die Situation ist angespannt, die Diskussionen darüber, wie Mensch und Wolf in Niedersachsen künftig friedlich koexistieren können, sind in vollem Gange. Man hofft, dass diese tragischen Vorfälle nicht nur zu einem Umdenken in Bezug auf den Herdenschutz führen, sondern auch zu einem besseren Verständnis für die Lebensweise der Wölfe in unseren Wäldern.