In Stade tut sich was! Die Bauarbeiten am Flüssiggas-Terminal sind kurz vor dem Abschluss und die Vorfreude auf den geplanten Betriebsstart im September wächst. Die Betreibergesellschaft Deutsche Energy Terminal (DET) hat einen klaren Fahrplan veröffentlicht, um sicherzustellen, dass alles rechtzeitig zur ersten LNG-Lieferung bereit steht. Nach einer Zeit voller Probleme und Verzögerungen, die das Projekt immer wieder ins Stocken brachten, scheint nun der Weg geebnet zu sein. Man kann fast schon den Geruch von frischem Erdgas in der Luft wittern!

Die Bauarbeiten umfassten nicht nur die Verladearme, sondern auch die entscheidenden Leitungen zwischen dem Festland und dem schwimmenden Terminal. Ein wenig Drama gab es auch – Streitigkeiten zwischen DET und dem Hanseatic Energy Hub (HEH) führten zu einigen Rückschlägen, aber letztendlich einigte man sich. Ein interessantes Detail: Das Terminalschiff „FSRU Energos Force“ wurde zwischenzeitlich nach Jordanien verchartert, aber keine Sorge, es wird rechtzeitig zurückkehren, um das angelieferte flüssige Erdgas in Gasform umzuwandeln.

Ein neuer Meilenstein für die Energieversorgung

Das Terminal in Stade wird das vierte LNG-Terminal in Deutschland. Damit vervollständigt es das Terminalkonzept der Bundesregierung zur Sicherung der Gasversorgung, neben den bereits bestehenden Terminals in Brunsbüttel und Wilhelmshaven. Die Bundesregierung fördert diesen Ausbau, um die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen zu verringern. Das ist besonders wichtig in Zeiten, in denen Energieversorgung und -sicherheit in aller Munde sind.

Vieles hat sich in den letzten Monaten getan. Technische und sicherheitsrelevante Analysen wurden durchgeführt, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Man könnte sagen, die Aufregung ist greifbar! Das Regasifizierungsschiff ist alles andere als untätig, es wurde in Jordanien eingesetzt und kehrt vertraglich gesichert für die Inbetriebnahmephase an den Anleger im Industriehafen Stade-Bützfleth zurück.

Kritik an neuen Abhängigkeiten

<pAllerdings gibt es auch kritische Stimmen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) lehnt das LNG-Terminal in Stade ab und fordert dessen Absage – aus Sorge, dass neue Abhängigkeiten von den USA entstehen könnten. Ein Punkt, der nicht einfach ignoriert werden kann. Und während neben dem schwimmenden Terminal auch ein landseitiges Terminal zum Import von flüssigem Erdgas geplant ist, bleibt die Frage, wie sich die zukünftige Energieversorgung tatsächlich entwickeln wird. Das landseitige Terminal soll das schwimmende bis Ende 2043 ersetzen und wird mit fossilem Erdgas betrieben – das klingt für manche wie ein Schritt in die falsche Richtung.

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Die Entwicklungen in Stade sind spannend und werden sicherlich noch für Gesprächsstoff sorgen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Terminal auf die regionale und nationale Energieversorgung auswirken wird. Man kann nur hoffen, dass die positiven Erwartungen die kritischen Stimmen übertönen und Stade bald in neuem Glanz erstrahlt – mit frischem Erdgas und einer nachhaltigen Energiezukunft.