In Stade ist es wieder einmal soweit: Der Jahrgang des Kurzbildungsgangs „Pflegeassistenz INNO“ wurde feierlich verabschiedet! Am vergangenen Freitag strahlten die Gesichter der 14 Frauen, als sie ihre Zeugnisse entgegennahmen und damit ein weiteres Kapitel ihrer beruflichen Laufbahn aufschlugen. Die bezaubernde Kursleiterin Jasmin Falkenberg hatte die Teilnehmerinnen über sechs Monate hinweg begleitet und ihnen nicht nur theoretische Grundlagen, sondern auch praxisnahe Inhalte vermittelt. Eine Mischung, die nicht nur lehrreich war, sondern auch ein echtes Bewusstsein für die Herausforderungen im Pflegeberuf schuf.
Der Kurs richtet sich an Pflegekräfte, die bereits langjährige Erfahrung mitbringen, aber keinen formalen Abschluss haben. Das Durchschnittsalter der Teilnehmerinnen lag bei 49 Jahren – eine interessante Zahl, die zeigt, dass es nie zu spät ist, sich weiterzubilden und neue Wege zu gehen. In einer Zeit, in der der Arbeitsmarkt dringend nach motivierten Pflegekräften sucht, ist diese Weiterbildung ein echter Lichtblick.
Ein Schritt in die Zukunft
Aber das ist noch nicht alles! Die BBS III Stade, die die Ausbildung anbietet, hat sich in den letzten Jahren einen Namen im Bereich Gesundheit und Pflege gemacht. Ihre Ausbildungsangebote reichen von der Berufseinstiegsschule bis zur Fachoberschule für Heilerziehungspflege. Wer sich für die Pflegeassistenz interessiert, sollte allerdings schnell sein: Der nächste INNO-Kurs startet bereits im September 2026 und ist jetzt schon ausgebucht! Ein echter Run auf die Plätze, und das aus gutem Grund.
Die Ausbildungsinhalte sind speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Erfahrung in der Pflege abgestimmt. Die theoretische Ausbildung dauert sechs Monate und bereitet die Teilnehmer auf die Abschlussprüfung vor – ohne Leistungsbewertung, was den Druck etwas nimmt. Nach Bestehen der Prüfung dürfen sich die Absolventen „staatlich geprüfte Pflegeassistentin“ oder „staatlich geprüfter Pflegeassistent“ nennen. Das ist ein echter Karrieresprung, der nicht nur die Türen zu höheren Mindestlöhnen öffnet, sondern auch zur Weiterbildung in der generalistischen Pflege berechtigt. Ein Plus für alle, die weiter aufsteigen möchten!
Pflegeberufe im Aufwind
Diese Entwicklungen sind besonders spannend in Bezug auf die aktuellen Zahlen aus dem Pflegebereich. Laut dem Statistischen Bundesamt ist die Zahl der Auszubildenden im Jahr 2025 um 8 Prozent gestiegen – das sind 64.300 neue Ausbildungsverträge! Mit einem Männeranteil von 29 Prozent, sind 71 Prozent der neuen Auszubildenden Frauen. Ein Anstieg, der zeigt, dass der Pflegeberuf zunehmend attraktiv wird, nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer. Das ist eine positive Wendung, die wir in der Branche dringend brauchen.
Die Einführung des Pflegeberufegesetzes im Jahr 2020 hat die Ausbildungsbedingungen erheblich verbessert. Es ermöglicht eine Ausbildung in allen Versorgungsbereichen und bringt eine angemessene Ausbildungsvergütung mit sich. Im Jahr 2027 wird zudem eine neue bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung starten. Man könnte sagen, die Pflegeberufe sind im Aufwind, und das ist mehr als erfreulich.
Wer neugierig geworden ist und sich für eine Ausbildung interessiert, kann sich direkt bei der BBS III Stade informieren. Frau Anke Hilck, die Abteilungsleitung Gesundheit-Pflege, steht für Fragen zur Verfügung. Auf der Website der BBS III findet sich außerdem eine Fülle von Informationen zu den vielfältigen Ausbildungsangeboten im Bereich Gesundheit und Pflege. Es ist eine aufregende Zeit, in der sich viele Möglichkeiten eröffnen – und wir freuen uns auf die nächsten Schritte in der Pflegeausbildung!