Sanierung der KGS Hambergen: Ein Wettlauf gegen die Zeit und die Finanzen
Heute ist der 16.06.2026 und in Hambergen wird die Luft dünner – zumindest wenn es um die Sanierung der KGS geht. Nach neun langen Jahren voller Diskussionen und Debatten steht die Sanierung der Gesamtschule endlich kurz bevor! Aber wie das so ist, gibt es natürlich wieder jede Menge Aufregung und Streit. Ein Plan liegt auf dem Tisch, doch die Frage der Finanzierung sorgt für viel Wirbel. Die Samtgemeinde Hambergen hat’s nicht leicht, die Kassen sind leer, und eine Kreditaufnahme scheint unumgänglich. Hermann Wieters, ein Skeptiker durch und durch, warnt vor einem möglichen Bankrott und lehnt das Projekt ab. Ist das wirklich der richtige Weg? Die öffentliche Ratssitzung, in der die Entscheidung fallen soll, findet am Mittwoch, den 17. Juni, um 19 Uhr in der Mensa der KGS statt. Und das ist noch nicht alles: Weitere Themen auf der Tagesordnung sind Gebühren und die Feuerwehrsatzung.
Neun Jahre, das ist eine lange Zeit, in der viel diskutiert wurde – über den Standort, das pädagogische Konzept, die Schülerzahlen und eben die Kosten. Einigten sich die Ratsmitglieder darauf, bis Juli 2025 die Diskussionen zu beenden, ist das schon mal ein kleiner Fortschritt. Die Verwaltung hat ihren Plan vorgestellt, benötigt jedoch einen politischen Auftrag, um weiterzumachen. Ein Neubau der Schule ist ausgeschlossen, und sollte ein positiver Beschluss gefasst werden, würde das die Ausschreibung eines Planungsbüros nach sich ziehen. Die Machbarkeitsstudie von 2024 hatte empfohlen, einen Neubau auf der grünen Wiese zu realisieren, doch die Ratsmehrheit entschied, den alten Teil abzureißen und den verbleibenden Gebäudebestand zu sanieren. Das ist der aktuelle Stand der Dinge – und die Sanierungskosten für den neueren Gebäudeteil belaufen sich auf etwa 14,4 Millionen Euro, während für einen Neubau rund 19,6 Millionen Euro fällig würden. Die Gesamtkosten laut Gutachten? Ungefähr 34 Millionen Euro.
Ein Blick in die Zukunft der KGS
Die Planung sieht mehr als 160 benötigte Räume vor, inklusive Klassenzimmer und Technikräume – was da alles entstehen könnte! Ein Konzept, das Clusterräume für selbstständiges Lernen umfasst, könnte den Schülern neue Lernräume bieten. Aktuell sind es 507 Schüler in 26 Klassen an der KGS, und für den neuen fünften Jahrgang liegen bereits 85 Anmeldungen vor. Ein bisschen Bewegung gibt’s also, denn voraussichtlich werden es nach den Anmeldungen 494 Schüler in 26 Klassen sein. Doch bis zur Umsetzung wird noch viel Wasser den Fluss hinunterfließen: Die Planung muss europaweit ausgeschrieben werden, was mindestens acht Monate in Anspruch nehmen wird. Das beauftragte Planungsbüro braucht ebenfalls Zeit, um einen konkreten Plan zu erstellen – und der muss dann auch noch von den Ratsmitgliedern abgesegnet werden. Ein langer Prozess, der alle Beteiligten einbeziehen soll.
Aber das ist nicht alles! Die Gesamtschule in Hambergen selbst ist über 60 Jahre alt und benötigt dringend eine Sanierung. In einer Machbarkeitsstudie von DKC Kommunalberatung aus Köln wurden verschiedene Varianten untersucht: Abriss des alten Teils und Sanierung des neueren, vollständiger Neubau an der gleichen Stelle oder an einem anderen Standort. Die Kosten variieren stark, und die Umsetzung könnte zwischen 2027 und 2029 liegen – ein echter Zeitfresser. Die Empfehlung des Gutachters lautet, einen Neubau auf der grünen Wiese zu realisieren, und Samtgemeindebürgermeister Gerd Brauns war sichtlich überrascht von den Ergebnissen und betont die Bedeutung externer Experten.
Eine Herausforderung für die Schulinfrastruktur
In Deutschland steht die Schulinfrastruktur unter immensem Druck. Der Sanierungsbedarf beläuft sich auf rund 55 Milliarden Euro! Die Haushaltskassen der Länder und Kommunen sind oft leer, was die Situation zusätzlich verschärft. Am 18.03.2025 wurde zwar ein Sondervermögen der Bundesregierung in Höhe von 500 Milliarden Euro beschlossen, wovon knapp 100 Milliarden Euro in die Länder und Kommunen fließen sollen, doch ob das ausreicht? Bayern setzt bei Pilotprojekten auf den Gebäudetyp E, um Sanierungen zu beschleunigen. Städte wie Köln nutzen Multiprojektmanagement, um den Sanierungsstau effizient zu bewältigen. Die Prognosen der Kultusministerkonferenz zeigen, dass die Schülerzahlen bis 2035 um 758.000 ansteigen könnten – das stellt zusätzliche Anforderungen an die Schulinfrastruktur.
Der bauliche Zustand vieler Schulen wird als ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit und das Lernen der Schüler angesehen. Oft liegt die Zuständigkeit für das Schulwesen bei den Ländern, während die Verantwortung für die Schulgebäude bei den Städten und Gemeinden liegt – und die haben oft mit Personalmangel und Bürokratie zu kämpfen. Drees & Sommer SE unterstützen Städte und Kommunen mit Beratungsleistungen zur Sanierung und Neubau von Schulen, aber es bleibt eine Herausforderung. Alte Schulgebäude aus den 1950er bis 1970er Jahren sind energetisch problematisch und weisen bauliche Mängel auf, und die Barrierefreiheit ist oft unzureichend. Es braucht tiefgreifende Eingriffe in die Bausubstanz, nicht nur oberflächliche Maßnahmen, um den Herausforderungen gerecht zu werden.
Unser neues Website-System (VeloCore) vereint mehrere zentrale Anforderungen moderner Nachrichtenportale: kurze Ladezeiten, hohe Datenschutzstandards und eine wartbare, redaktionell skalierbare Architektur. Die technische Umsetzung mit diesem Anspruch an Qualität und Zukunftssicherheit erfolgte durch Daniel Wom / VeloCore.
